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Alter Fischer, sog. Sterbender Seneca

Wurde geschaffen von

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

Ist dargestellt in
Ist rezipiert in

Orts-Bezüge

Befand sich zu Sandrarts Zeit in

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus
Wird behandelt in Literatur

Basis-Daten

Material/Technik

Alabaster und Bigio morato

Format/Maße

1,84 m (Höhe)

Heutiger Aufbewahrungsort

Paris, Museé du Louvre, Inv.-Nr. 1354

Externe Ressourcen und Referenzdatenbanken

Census: 155622

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»… redend/ und den Schreibern in die Feder dictirend/ seinen Geist aufgegeben. Er ist auch also/ in dieser Antiquen Statua, von einem kostbaren schwartzen Stein/ in Lebens-Grösse/ durch eine vortreffliche Hand künstlich abgebildet warden: Und ist solche insonderheit für eine vollkommene Lehr-Schul der Anatomie eines abgelebten/ verlebten Leibs zu halten/ ist auch die bewegliche Action des Sterbenden Angesichts vor andern wol zubeobachten. Es ist aber diese wunderschöne Statua zu finden/ im Palast des Lustgartens des Cardinals Borghese…«
TA 1679, II (Skulptur), S. 6

»… die Alten zu den Füß-waschen sich gebraucht haben/ und denjenigen in Burghesischen Palast/ darinnen die Abbildung des sterbenden Seneca steht nicht ohngleich ist
TA 1679, III (Malerei), S. 91

Kommentare

Die Statue wurde bald nach ihrer Auffindung als sterbender Seneca interpretiert. Erst im 18. Jh. wurden andere Deutungsvorschläge geäußert: Richardson (Italienreise 1721) sah in dem alten Mann wegen des unangenehmen und ungepflegten Äußeren einen seit langem inhaftierten Schwerverbrecher vor dem Todesurteil. Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) verwarf 1767 die seit um 1600 eingebürgerte Bezeichnung als Seneca und deutete die Figur als Sklaven der antiken Komödie, der mit einem Korb auf den Markt geschickt wird.
Ab 1620 befand sich die Skulptur in der Villa Borghese in Rom (De Lachenal, Lucilla in Kat. Rom 2000, Bd. 2, S. 195), wo sie Sandrart gezeichnet haben will. Für ihn war die Statue des Seneca das beste Beispiel für die Anatomie eines alten Menschen, weshalb er sie auch besonders sorgfältig studierte (vgl. TA 1679, II (Skulptur), S. 6).
(Zusammenfassung des undatierten Eintrags bei ArsRoma)
Brigitte Kuhn-Forte, 12.02.2009

Erwähnungen in Kommentaren

Sandrart selbst benennt in seiner Beschreibung der Tafel 16 in…
Saskia Schäfer-Arnold, 28.01.2011

Sandrart macht im Text keine genauen Angaben, woraus das Bildn…
Carolin Ott, 24.01.2012