Satyr / »SATYRUS« (TA 1679, Tafel n)

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  • Unbekannter antiker Künstler: Panstatuen Sculpture

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Basic data

Date

1676

Material(s)/Technique

Kupferstich

Inscriptions

SATYRUS

Signature and notation

I. D. Sandrart delineavit

R. Collin sculpsit

Image(s) in the “Teutsche Academie”

TA 1679, II (Skulptur), Tafel n (nach S. 2)

Mentions in the “Teutsche Academie”

“… 15. Apollo Künste-Gott. 16. Ein Faunus/ einen Knaben umfangend. 17. Marsyas/ wird geschunden. 18. Ein Satyrus: Discurs von den Bockmännern. 19. Ceres, die Getraid-Göttin und erste Gesetzgeberin. 20. Groß-Hertzog…”
TA 1679, II (Skulptur), S. 3

“… Seneca, Paetus und Aria/ der Cupido, Meleager, Galathea, Belisarius, Sabina, die Poesis, Apollo, der Satyr, Gladiatores, (oder Fechter/) Pan, Natura, der Poenitent, Pastor, Leu / und Pferd/ auch alle folgende…”
TA 1679, III (Malerei), S. 73

Annotations

Dass es sich bei der im Kupferstich zur Abbildung kommenden Skulptur eines Satyrs um eine der beiden Figuren handelt, die zu Sandrarts Zeit den Innenhof eines der Häuser der Della Valle schmückten und die sich heute in den Kapitolinischen Museen befinden, ist nahe liegend. Allerdings fehlt der Figur, die im Kupferstich dargestellt ist, das diagonal über den Oberkörper gelegte Ziegenfell, das immer sichtbar gewesen sein muss, und auch die Haltung der Arme weicht von derjenigen der kapitolinischen Figuren ab. Auch wenn die Arme erst im 18. Jahrhundert ergänzt wurden, war ihre ursprüngliche Haltung anhand der unterschiedlich ausgerichteten Oberarmstümpfe und der Hände, die sich an den Körben erhalten haben, immer nachvollziehbar geblieben: jeweils derjenige Arm hielt den Korb, der dem vorgestellten Bein gegenüberlag. Dennoch haben die meisten Zeichner der Skulpturen darauf verzichtet, die Arme zu ergänzen; vgl. Cavalieri, Antiquarum statuarum 1585 (Bücher I–II), Tafel 87 und Perrier, Segmenta 1638 (Editio princeps), Tafel 19. In Sandrarts ergänzter Version ist der Arm auf derselben Seite erhoben wie das vorgestellte Bein. Zudem stellt Sandrart den Satyr vor einem aufwändig drapierten Tuch dar, das bei den antiken Figuren nicht vorhanden ist. Ob sich diese Abweichungen mit der freien Umsetzung antiker Vorbilder erklären lassen, die für Sandrart typisch ist, oder ob hier eine andere – heute nicht mehr nachweisbare – Version des Statuentyps zur Abbildung kommt, muss offen bleiben (s. Bober/Rubinstein 1986), S. 109.
Carolin Ott, 12/08/2010

Mentioned in annotations

Dass hier eine der beiden Panstatuen angesprochen ist, die sic…
Carolin Ott, 12/08/2010