Porträt des Hans Burgkmair

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von
War zu Sandrarts Zeit im Besitz von
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

Steht in Zusammenhang mit
Steht in Zusammenhang mit
Vorlage von

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus
Wird behandelt in Literatur

Basis-Daten

Datierung

1517

Material/Technik

schwarze Kreide auf weißem Papier

Format/Maße

300 x 193 mm

Inschriften

»1517 H · BURGKMAIR · MALER · 44 · JAR · ALT«

Signatur und Bezeichnung

das Dürer-Monogramm wurde vermutlich erst nachträglich angebracht

Heutiger Aufbewahrungsort

Hamburg, Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. 23008

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»… Werken abzunehmen) ein Lehrling und Discipul Albrecht Dürers muß gewesen seyn/ darinnen mich noch mehr sein eignes von schwartzer Kreide gemahltes Contrafät/ so in meinem Zeichen-Buch verwahret/ und in der Kupferblatte Bb. dem großgünstigen Liebhaber communicirt wird/ stärket/ wobey sein Nam Hans Birkmayer Mahler/ 44 Jahr alt/ Anno 1517. mit dem gewöhnlichen Zeichen«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 232

Kommentare

Das Selbstbildnis Burgkmairs befand sich nachweislich in Sandrarts Besitz. Aus der Beschreibung wird nicht ganz klar, ob Sandrart das Blatt für ein Werk Burgkmairs oder Dürers hält, dessen wohl nachträglich angebrachtes Monogramm er erwähnt.
Aus Sandrarts Sammlung haben sich zwei Zeichnungen mit dem Porträt Hans Burgkmairs erhalten, die heute im Cod. icon. 366 aufbewahrt werden. Während Sandrarts Zeichnung auf fol. 65r sicher eine Kopie von Burgkmairs Blatt darstellt, scheint seine zweite Zeichnung auf fol. 28r vielmehr nach der ersten Zeichnung als nach dem Hamburger Blatt gefertigt worden zu sein. Die zweite Zeichnung fungierte als Vorlage für den Porträtstich Burgkmairs auf Tafel BB der Teutschen Academie; vgl. Mazzetti di Pietralata 2011, S. 157, Kat.-Nr. 137 und S. 172, Kat.-Nr. 238.
Carolin Ott, 10.06.2011