Galleria Farnese

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Basis-Daten

Datierung

1597-1604

Material/Technik

Fresken

Heutiger Aufbewahrungsort

Rom, Palazzo Farnese, Galleria

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»Beschreibung der herrlichen Galerie des Cardinals Farnese
TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 187

»… Lob biß nach Rom erschollen/ dannenhero der Cardinal Farnese ihn beschrieben/ und in seinen Palast eine Galerie angedinget/ die so wol gerahten/ daß sie niemals nach Verdienst mag gerühmet werden: selbige ist ausgetheilet in vier lange Stuck oben mit einem herrlichen Friese abgeschnitten/ auf welchem das Gewölb und obere Werk ruhet/ und mit sehr verwunderlichen/ in allerhand Fabeln bestehenden Cornicen/ so von stucco gemacht zu seyn scheinen: Die Medaglien oder Ronde sind so wol gemahlt/ als ob sie Metall wären/ beyderseits aber in solcher…«
TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 187

Kommentare

Die Loggia im Piano nobile der Galleria Farnese, die sogenannte »Sala grande« wurde in zwei Kampagnen freskiert: 1597–1600 datiert die Deckenbemalung, die Darstellungen an den Wänden folgte 1603–04. Das grundlegende Thema der Szenen, die aus Ovids Metamorphosen und Vergils Eklogen entnommen sind, zielt auf die Vereinigung von Amor sacro und Amor profano. Dies könnte auf die Hochzeit von Ranuccio Farnese mit Margherita Aldobrandini anspielen, die im Mai 1600 stattfand. Darüber hinaus wurde das Thema Liebe teils als philosophisches Konzept, teils als politische Allegorie der Farnese interpretiert. (Vgl. Ginzburg 2008, S. 10–58.)
Sandrart, der den Zyklus nur Annibale zuschreibt, folgt in seiner Beschreibung Malvasias Vita der Carracci (Felsina pittrice, Bologna 1678). Dieser zitiert wiederum Belloris »Argomento della Galleria Farnese dipinta da Annibale Caracci, disegnata et intagliata da Carlo Cesio […]«, das Vorwort zur Radierungs-Folge von Carlo Cesio (Rom, 1657). (Vgl. Summerscale 2000, S. 216–220.)
Christina Posselt, 28.09.2010