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Darmstädter Madonna (Madonna des Bürgermeisters Meyer)

Wurde gemalt von

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von
Zeigt möglicherweise Darstellung von
War zu Sandrarts Zeit im Besitz von
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

Geschaffen nach
Möglicherweise geschaffen nach

Orts-Bezüge

Befand sich zu Sandrarts Zeit in

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus
Wird behandelt in Literatur

Basis-Daten

Datierung

1526/28

Material/Technik

Lindenholz

Format/Maße

146,5 x 102 cm

Heutiger Aufbewahrungsort

Privatbesitz

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»… hat lang vorher/ auf inständiges Bitten/ dem Buchhalter Johann Lössert/ für 3000. Gulden verkauft/ eine stehende Maria auf eine Tafel gemahlt/ mit dem Kindlein auf dem Arm/ unter der ein Teppich/ worauf etliche vor ihr knien/ die nach dem Leben contrafätet seyn/ darvon in unsern Sandrartischen Zeichen-Buch die Original-Handriß die Herrlichkeit dieses edlen Bilds…«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 252

Kommentare

Lucas Iselin erwarb die »Meyer-Madonna« (die Darmstädter-Madonna) 1606 in Basel von Remigius Faesch angeblich im Auftrag des Gesandten des französischen Königs. Es blieb aber in dessen Besitz und wurde erst von seinen Nachkommen 1633 an den Kunsthändler Michel Le Blon für 1000 Imperiales verkauft. Um (noch) mehr Profit auf dem Kunstmarkt zu erzielen, ließ Le Blon durch den Maler Bartholomäus Sarburgh eine Kopie des Gemäldes anfertigen. Das Original verkaufte er an den Amsterdamer Bankier Jacob Lössert (oder Loskaert). Die Spuren verlieren sich, bis es in den 1820er Jahren im Pariser Kunsthandel wiederentdeckt und 1822 von Prinz Wilhelm von Preußen als Geschenk für seine Frau, Prinzessin Marianne von Hessen-Homburg erworben wird. Aus dem Berliner Stadtschloss gelangt die Madonna in der Mitte des 19. Jahrhunderts in das Darmstädter Residenzschloss; Holbeins Madonna im Städel, S. 126. Das nun der Öffentlichkeit stärker ins Bewusstsein drängende Gemälde löste den sogenannten »Holbeinstreit« aus: Die Streitfrage, ob die Version in Darmstadt oder diejenige in Dresden das Original von Holbein darstelle, wurde schließlich mit dem Verweis der Kunsthistoriker auf die Veränderungen von vorbereitenden Zeichnungen zum Bild und direkt im Darmstädter Werk geklärt, die nur am Original in Darmstadt und nicht an der Kopie zu erkennen sind; Sander 2005, S. 257. Vgl. auch Bätschmann/Griener 1997, S. 203.
Anna Schreurs, 15.07.2009

Erwähnungen in Kommentaren

Möglicherweise wiederholt Sandrart hier den Verweis auf das in…
Christina Posselt, 30.03.2011