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Die Trinitätsdarstellung mit den Porträts der kaiserlichen Familie war vermutlich für die Grabkapelle im Hieronymitenkloster San Jerónimo in Yuste bestimmt, wurde nach Fertigstellung aber zunächst dem Kaiser nach Brüssel gesandt. In Yuste ist es erstmals in einem Kodizill von 1558 erwähnt, in dem Karl V. den Wunsch nach seiner Grablege unter dem Hochaltar der Klosterkirche äußert. Da die »Gloria« eng mit der Memoria des Kaisers verbunden war, wurde das Gemälde vom Hochaltar in Yuste nach dem Tode Karls von Philipp II. in den Escorial gebracht, wohin 1574 auch Karls Leichnam überführt wurde. Für Yuste wurde 1580–82 von Antonio de Segura im Auftrag Philipps eine Kopie angefertigt (vgl. Bierwirth 2002, S. 14–22).

Kommentar von Christina Posselt09.06.2010

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