Kandelaber

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Basic data

Date

Augusteisch

Material(s)/Technique

Marmor

Dimensions

1,84 m (Höhe gesamt)

Location

Rom, Musei Vaticani, Galleria dei Candelabri, Inv.-Nr. 2482

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Census: 155847

Mentions in the “Teutsche Academie”

“… und Laubwerk aufs schönste ausgezieret/ in Mannshöhe und halb so breit/ wie auch von Marmorstein ein schöner großer Leuchter: dessen Abbildung/ bey der Vestalischen Jungfrau/ in der Platten bey lit. G zu finden. In dem Vorhof…”
TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 25

“… seiner Tochter Constantia, die Seelen waschen solten/ sonderlich die köstliche Porphyrine Schale/ und der marmorsteinerne Leuchter/ samt etlichen mit Blättern ganz künstlich gezierten wolgestalten Knäblein/ so alles aufs rareste ausgearbeitet/ längst vorher seyen gemacht worden?”
TA 1675, II, Vorrede, S. 5

Annotations

Der hier vorgestellte Kandelaber gehört einer Gruppe von insgesamt sechs Exemplaren an, die der Überlieferung nach in Santa Costanza aufgestellt waren. Der Kandelaber setzt sich aus einer Basis, einem balusterförmigen Stamm und einem modern ergänzten Feuerbecken zusammen. Das Sockelgesims ist mit Widderköpfen verziert, während die Ecken des Fußes mit Spinghen besetzt sind. Die Reliefs des Sockels zeigen je einen von Ranken umgebenen Eros. Diese Marmorkandelaber sind in zwei unterschiedlichen Typen erhalten, die sich in der Form ihres Stammes unterscheiden, s. Rasch/Arbeiter 2007, S. 57. Der hier ausgewählte Kandelaber entspricht dem von Sandrart erwähnten und in Tafel G (TA 1675, II, Buch 1 (antike Künstler), Tafel G (nach S. 48)) dargestellten Exemplar.
Der ursprüngliche Aufstellungsort der Kandelaber ist nicht sicher zu ermitteln. Sie befanden sich laut Überlieferung in S. Agnese fuori le mura bzw. in Santa Costanza. Ein Exemplar kam vor 1747 in die Villa Borghese. Die restlichen fünf wurden unter Papst Clemens XIV. (1769–1774) 1772 in die Vatikanischen Museen gebracht und von Lorenzo Cardelli (1733–1794) restauriert. Ein Kandelaber wurde dagegen wieder nach S. Agnese überführt. Die sechs Kandelaber wurden bereits in der Antike pendantartig aufgestellt, was an den stilistischen und figürlichen Übereinstimmungen zu erkennen ist (vgl. Cain 1985, S. 184–185).
Saskia Schäfer-Arnold, 04/06/2009