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Silen mit Bacchus (»Faunus mit einem Knaben«)

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Date

1580

Material(s)/Technique

Bronzeguss

Dimensions

1,87 m (Höhe)

Inscriptions

Auf dem Baumstamm: „Pella Manu. Acemq. Gero Nox Praescius Evi (…) Venturi Fatorum Arcana Recludam“

Location

Florenz, Galleria degli Uffizi, Inv.-Nr. 1914, n. 33

Mentions in the “Teutsche Academie”

“DEr Faunus, der einen Knaben umfänget/ ist eine sehr berühmte/ etwas mehr als Lebensgrösse/ aus Ertz gegossene Statua, welche von einem guten alten Meister verfertigt/ im Palatio de Medices anzutreffen. Sie ist/ wegen wolgewachsenen gerechten Alters von einem Manne/ neben eines Knaben geschicklicher Proportion…”
TA 1679, II (Skulptur), S. 7

Annotations

Bei der von Sandrart beschriebenen Statue handelt es sich um die originalgroße Bronzekopie der berühmten Marmorstatue, die heute in Paris aufbewahrt wird. Die Bronze ist von sehr hoher Qualität, wobei der Weinstock, auf dem sich der Silen abstützt, sogar komplexer ist als das Original und eine lateinische Inschrift enthält, die die Marmorskulptur nicht aufweist (Arizzoli-Clémentel 1992, S. 510, Anm. 21).
Ferdinando de’ Medici hatte sich seit 1569 bemüht, eine Bronzekopie des marmornen Faun, der sich damals in der Sammlung Muti befand, zu erwerben. Die Verhandlungen und Arbeiten dauerten bis 1573 an (Gasparri 1992, S. 446, Anm. 10). Zunächst wurde die Plastik in der Galerie der Villa Medici aufgestellt, zu Beginn des 17. Jahrhunderts fand sie vor der Gartenloggia Aufstellung (Gasparri 1992, S. 446). 1787 wurde sie nach Florenz gebracht und befindet sich heute im großen Treppenhaus der Galleria degli Uffizi, vgl. Haskell/Penny 1981, S. 307.
Sandrarts vager Umschreibung, es handele sich um eine »Statua, welche von einem guten alten Meister verfertigt«, lässt sich nicht entnehmen, ob er die Bronzeplastik wirklich für ein antikes Original hielt oder sich durchaus bewusst war, dass er nur die Kopie der Arbeit eines antiken Künstlers vor Augen hatte.
Carolin Ott, 10/19/2009

Mentioned in annotations

Es ist belegt, dass sich die Skulptur spätestens 1613 sowie im…
Carolin Ott, 03/19/2009