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Bei dem Bauwerk in Form einer Pyramide handelt es sich um das Grabmal für C. Cestius, der zur Zeit des Kaisers Augustus lebte. Die Inschrift auf der Ost- und Westseite der Pyramide nennt als Ämter des Bestatteten Praetor, Tribunis Plebis und Septemvir Epulonum. Die überwölbte Grabkammer von etwa 4 x 6 m Größe enthält Malereien des sogenannten Kandelaberstils, die schlecht erhalten sind, s. Neudecker 2005, S. 107 f. Zwei im Jahr 1662 vor dem Grabmal gefundene Statuenbasen mit gleichlautenden Inschriften geben die Namen der Erben des Cestius an, unter denen sich M. Agrippa, der Schwiegersohn des Augustus befand. Cestius’ genaues Sterbedatum ist nicht bekannt, er muss jedoch vor 12 v. Chr. gestorben sein, dem Todesjahr des Agrippa. Im Jahr 1663 wurde die Pyramide unter Papst Alexander VII. restauriert und ein neuer Zugang zur Grabkammer mit einer Tür an der Westseite geschaffen, vgl. Nash, Rom, Bd. II, S. 321. Von diesen Arbeiten berichtet Sandrart im Text; s. TA 1679, III (Malerei), S. 23 (»UNter andern denckwürdigen und nutzbaren Sachen/ welche Pabst Alexander, bey seinen Lebzeiten/ vorgenommen/ war auch diese/ daß er C. Cestii, Pyramidem, oder Grab-Spitze wieder ausbessern ließ«) und TA 1679, III (Malerei), S. 24 (»Belangend nun die Mahlereyen/ welche in oberwähnten Zimmer zufinden/ und worein man ietziger Zeit/ durch einen neu-eröffneten Gang/ auf der Occidental-Seiten/ gehen kan«).

Annotation by Carolin Ott04/12/2010

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