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Äneas-Zyklus der Galleria Pamphilj

Wurde gemalt von

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von
Wurde in Auftrag gegeben von
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

Beinhaltet

Orts-Bezüge

Befand sich zu Sandrarts Zeit in

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus

Basis-Daten

Datierung

1651–54

Material/Technik

Fresken

Heutiger Aufbewahrungsort

Rom, Palazzo Pamphilj, Galleria

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»… bildet/ in einem herumgehenden grossen und reichen Gesäms/ mit Bildern/ Festonen und anderm geziert/ die Historie oder Geschichte nach Inhalt des Poeten Virgilii, die Thaten Aeneae des tapffern Trojaners/ neben andern beygefugten zierlichen Figuren. Davon gleichfals in Kupfer Carlo Caesio zu Rom vielfärtige Druck gefärtiget/ welche denen Liebhabern…«
TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 200

Kommentare

Pietro da Cortona hat das langgestreckte Tonnengewölbe der Galleria mit einem Äneas-Zyklus in vier Hauptszenen gegliedert: Der zentralen Darstellung des »Götterrates« schließen sich die Szene des »Neptun, der die Winde beruhigt«, die »Fahrt und Ankunft des Äneas an der Tibermündung«, das »Bündnis mit Evander« sowie die »Ermordung des Turnus« an. Die Einzelszenen werden durch die gerahmten Bildfelder in ihrem narrativen Ablauf betont, die von Lorbeerkranz haltenden Ignudi umgebenen Tondi verbinden das Geschehen als Ganzes. Sie zeigen »Juno und Äolus« und »Venus in der Schmiede des Vulkan«. An den Stirnseiten jeweils über dem mittleren Serliana-Fenster sind »Äneas in der Unterwelt« sowie die »Tiberauffahrt des trojanischen Schiffes und die Rede des Äneas« zu sehen.
Die aus Verglis Aeneis entnommenen Episoden weisen allegorisch auf die Taten des Auftraggebers Papst Innozenz’ X. Die zentrale Aussage, die heraldisch, allegorisch und narrativ vermittelt wird, verweist auf die durch den Papst verkörperte Göttliche Vorsehung. (Vgl. Oy-Marra 2005, S. 283–306.)
Christina Posselt, 25.05.2010

Die Darstellungen wurden publiziert in Carlo Cesios La Galeria dipinta nel Palazzo del Principe Panfilio; vgl. Klemm, Kommentar Viten 1995, S. 849, Anm. 482,11 f.
Christina Posselt, 20.07.2011