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Der Tod Mariae

Wurde gemalt von

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von
Wurde in Auftrag gegeben von
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

War Vorlage für Replik

Orts-Bezüge

Befand sich zu Sandrarts Zeit in
  • München; Wohnsitz von Anna Maria Kammerlohr

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus

Basis-Daten

Datierung

um 1649

Material/Technik

Öl auf Leinwand

Format/Maße

ca. 420 x 630 cm

Heutiger Aufbewahrungsort

Paris, Notre Dame des Blancs-Manteaux, Chapelle Sainte Geneviève

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»Zu Salzburg/ die Taufe Christi/ und Unser liebe Frau/ auch deren verscheidung
TA 1675, Lebenslauf, S. 22

»… Christi/ wie auch Unser liebe Frau mit vielen Heiligen vergesellschafftet. Abermals bildete Er den Abschied der hochgelobten Mutter Gottes aus dieser Zeitlichkeit auf ein gar großes Tuch/ mit herrlichen effect, wie sie auf ihrem Bette ganz anmutig verbleichet: worüber der heilige Petrus und andere umstehende Apostel/ mit zusammengeschlagenen Händen/ ächzen und weinen/ andere aber/ voll trauriger Gebärden/ im Gebet auf den Kniehen ligen. Zu nächst dem Bette/ stehet ein entrüsteter Levit mit seinem Ornat, von Weibervolk umringet. Auf einem Sessel/ sitzet eine wegen langwüriger Nachtwache ruhende und wehklagende Frau/ so den gebogenen Kopf in Händen halt. Von oben sihet man/ eine himlische Glori in der Engel-Begleitung/ um ihren theuren Geist abzuholen/ sich ganz sitsam herab lassen. Ist alles sehr natürlich und künstlich gemahlet: aber hierbey zu betauren/ daß dieses herrliche Werk/…«
TA 1675, Lebenslauf, S. 22

Kommentare

Als Auftraggeber des großen Altarbildes kommt nach Klemm Anna Maria Kammerlohr in Frage, die in zweiter Ehe mit Hans Christoph Kammerlohr verheiratet war. Als Hofzahlmeister war er für die Finanzierung von Umbauarbeiten in St. Peter in München verantwortlich und hatte Sandrart das Altarbild für die Kirche Joseph und Joachim vermittelt. Bestimmt war das Gemälde allerdings für St. Peter in Salzburg. Wie Sandrart im Lebenslauf schreibt, bedauerte er es sehr, dass sein Gemälde nie dort aufgestellt wurde und in München verblieb. Im Jahr 1800 wurde es von der französischen Besatzungsmacht konfisziert und gelangte so nach Frankreich. (Vgl. Klemm 1986, S. 171.)
Nicole Hartje-Grave, 02.05.2008