Kommentar

Alle Kommentare von Carolin Ott anzeigen

Bei der von Sandrart erwähnten und im Kupferstich abgebildeten Skulptur handelt es sich sehr wahrscheinlich um diejenige Satyr-Büste, die heute im Wörlitzer Schlossmuseum aufbewahrt wird. Aufgrund ihrer Größe kann sie mit dem Kunstwerk identifiziert werden, das im Inventar der Sammlung Giustiniani von 1638 folgendermaßen beschrieben wird: »una (…) testina antica di un Fauno giovine con mezzo petto ignudo col suo pieduccio di breccia alta in tutto pal. 2 inc.a«, vgl. Laura Buccino in Kat. Rom 2001(a), S. 315. Die Skulptur gehörte zu denjenigen Stücken der Sammlung, die in den 1660er und 70er Jahren in Rom veräußert wurden. Durch Prinz Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817), der sich im Rahmen seiner Grand Tour 1765–66 in Rom aufhielt, gelangte sie vermutlich nach Wörlitz. Hier wird die Büste erstmals in der 1788 von August von Rode herausgegebenen Beschreibung des Schlosses und seines Gartens erwähnt (s. Laura Buccino in: Kat. Rom 2001(a), S. 316).

Kommentar von Carolin Ott16.03.2009

Dieser Kommentar bezieht sich auf: