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Die Statue gehörte zu der bedeutenden Skulpturensammlung, die Königin Christina von Schweden in den Jahren 1649 bis 1654 zusammentrug. Das Dokument, das laut Brummer den Ankauf der Statue für die Königin im Jahr 1650 mit den Worten belegt: »Von H. Steininger von Augsburg erkaufft: Eine Satir und ein Weib Bildt von Marmo«, scheint im Widerspruch zu den Angaben zu stehen, die Sandrart in der »Teutschen Academie« macht. Dort schreibt er nämlich, die kleine Statue habe »S. Königl. Mayst. Carolus Gustavus höchstseel. Gedächtnus Ao. 1650. in Nürnberg von mir empfangen« (s. TA 1679, II (Skulptur)). Brummer hält es jedoch für denkbar, dass Sandrart im Namen von Hans Steininger agierte, dessen Augsburger Kunstsammlung er gut kannte (s. Brummer 1967, S. 134). Es gilt als gesichert, dass Sandrart und Carl Gustaf in Nürnberg zusammentrafen und es ist gut denkbar, dass dieser die Friedensverhandlungen in Deutschland dazu nutzte, Ankäufe für die Kunstsammlungen in Stockholm zu tätigen. Im Stockholmer Inventar von 1652 ist festgehalten, dass Carl Gustaf »36 grandes figures de marbre« lieferte; möglicherweise gehörte die Gruppe von Pan et Natura dazu. Eine zwischen 1663 und 1664 anlässlich der Ausgestaltung der Bibliothek restaurierte Skulptur, die als »ein Waldtgott« bezeichnet wurde, ist vielleicht identisch mit der Gruppe von Pan et Natura. Diese fiel sehr wahrscheinlich gemeinsam mit den meisten anderen Skulpturen der Sammlung dem Brand zum Opfer, der das alte Stockholmer Schloss im Jahr 1697 zerstörte (s. Brummer 1967, S. 134).

Kommentar von Carolin Ott31.08.2009

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