Christus am Kreuz (nach Grünewald)

Wurde gestochen von

Personen-Bezüge

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Wurde in Auftrag gegeben von
Enthält Widmung an
Symbolansicht

Kunstwerk-Bezüge

Ist Reproduktionsstich nach

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus
  • Illustrated Bartsch; 7101.030 (hier fälschlicherweise als Reproduktionsstich nach dem Isenheimer Altar vermerkt)
Wird behandelt in Literatur

Basis-Daten

Datierung

1605

Material/Technik

Kupferstich und Radierung

Format/Maße

303 x 205 mm

Inschriften

unten rechts in der Darst.: »Cum priuil Sumo Ponitific. et Sac. Cae. Maes«

darunter: »Nostra hominum [...]/[...] laetitiaque comes./SERENISSIMO PRINCIPI GVILIELMO [...]/Raphael Sadeler dedicabat. 1605«

Nachgewiesen in

Illustrated Bartsch 7101.030; Hollstein Dutch & Flemish 32

Erwähnungen in der Teutschen Academie

»… wird/ solches ist deswegen halb-Bogen groß/ auf gnädigen Befehl hochgedachten Herzogs/ Anno 1605. von Raphael Sadler in Kupfer gestochen worden/ und erfreute sich hernachmalen Ihre Churfürstl. Durchl. Maximilian seligster Gedächtnis höchlich/…«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 237

Kommentare

Der Kupferstich nach Grünewalds sogenannten »Klein Kruzifix« wurde 1605 von Wilhelm V. in Auftrag gegeben, da es – so Sandrart – stärker als alle anderen Kruzifixe natürlich »wahr und eigentlich ist« (vgl. TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 236). Raphael Sadeler war in den 1590er Jahren erstmals für Wilhelm V. tätig und kehrte nach einem längeren Aufenthalt in Verona und Venedig an dessen Hof zurück. Der von Raphael Sadeler ausgeführten, detailgenaue Reproduktionsstich reduziert das Format auf die Hälfte der Höhen- und Breitenmaße und bemüht sich um eine Zurücknahme des übersteigerten Ausdrucks (vgl. Kat. Karlsruhe 2007–2008, S. 410). Die meisten Kopien des 17. Jahrhunderts der Komposition Grünewalds entstanden nach dem Reproduktionsstich Sadelers, da sie sich im Format an die Modifikationen, welche Sadelers vorgenommen hatte, anpassen.
Julia Kleinbeck, 11.05.2009