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Das Blatt, das als Vorlage für Tafel P in der Teutschen Academie 1675 anzusehen ist, geht auf eine Zeichnung zurück, die Sandrart in seinen römischen Jahren angefertigt hat. Die Unterschiede zwischen den beiden Blättern sind nicht nur stilistischer Art, sondern lassen sich auch hinsichtlich der Interpretation der antiken Skulptur beobachten. Während die Statue im früheren Blatt sehr getreu in starker Nahsicht und ohne Hintergrund wiedergegeben wird, wird sie von Sandrart in der vorliegenden Zeichnung in einer Nische situiert. Dort wirft das Licht differenzierte Schatten auf den weiblichen Körper, der nicht zuletzt durch die ergänzten Finger lebendig wirkt; vgl. Mazzetti di Pietralata 2011, S. 160 f., Kat.-Nr. 147.

Kommentar von Carolin Ott06.07.2011

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