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Das Ovidsche Thema der Ceres, die auf der Suche nach ihrer Tochter Proserpina durch die Welt streift, hat Elsheimer intensiv beschäftigt, wie verschiedene Zeichnungen und Radierungen bekunden, die unterschiedliche Aspekte der Geschichte behandeln. Die überlieferte Fassung im Prado befand sich zwar in Rubens Besitz (Inventar 1640, Nr. 32) und wurde 1645 für Philipp IV. von Spanien gekauft, ist jedoch kein Original Elsheimers. Der Vergleich mit den verschiedenen Kopien und dem Stich von Goudt, die besonders in der Kopfhaltung des Knaben Variationen aufweisen, lassen vermuten, dass ursprünglich zwei Versionen der Komposition von Elsheimer existierten.
Ein expliziter Verweis auf Elsheimers Gemälde findet sich auch in Johann Fabers Beschreibung mexikanischer Tiere (Rom 1628) im Kontext der Besprechung der mexikanischen Eidechse. (Vgl. Andrews 1985, S. 34–35; Kat.-Nr. 23).

Kommentar von Christina Posselt30.09.2008

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