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Rundtempel (Tivoli)

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Basic data

Date

1. Jh. v. Chr.

Material(s)/Technique

Travertin, Tuffstein

Dimensions

14,25 m (Durchmesser)

Inscriptions

[curan]te L(ucio) Gellio L(uci) f(ilio) (Architrav, vgl. CIL XIV 3573)

Location

Tivoli

External resources

Census: 150874

Mentions in the “Teutsche Academie”

“… XXIX und XXX Platte. Der Tempel Jovis. Dessen Eintheilung. Hiervon die XXXI, XXXII und XXXIII Platte. Tempel Vestae zu Tivoli. Der Sibylla Tiburtina Bildnis / vom Autore um eine Kuh eingetauschet. Eintheilung des Gebäues/ und…”
TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 19

“… viertel Schuh hält/ wovon der ganze Schuh 12 Zoll/ und jeder Zoll 4 Minuten hat/ zu messen seyen. Der Vestae Tempel aber/ samt vorgehenden Colonnen/ Pyramiden und Agulien/ haben am Rand ihren eignen Maßstab.”
TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 23

Der Tempel Vestae zu Tivoli.”
TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 24

“… Tagreise auf den erschröcklichen Abfall des Flußes Anien, heutigen Tags Teueron genant/ stehet der Tempel Vestae ganz rund: welcher/ wie die Einwohner dieses Orts vermelden/ die Wohnung der Sibyllae Tiburtinae gewesen. Wie ich dann/ bey einem Burger alda/ in seines Hauses Gibel eingemauret gefunden/ das Bildnis der besagten…”
TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 24

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Annotations

Der Rundtempel befindet sich zusammen mit einem weiteren rechteckigen Tempel auf der Akropolis des antiken Tibur, dem heutigen Tivoli. Der Peripteros besaß ursprünglich insgesamt 18 korinthische Säulen, von denen heute nur noch zehn erhalten sind. Von der Cella sind noch das aufgehende Mauerwerk, die Tür sowie ein Fenster zu sehen. Ein zweites Fenster ist zur anderen Seite der Tür zu rekonstruieren. Weiterhin haben sich im äußeren Umgang Partien des Gebälks erhalten (s. Forma Italia 1970, S. 119, 122, 133). Auf dem Architrav sind die Reste einer Dedikationsinschrift lesbar. Delbrück zufolge ist davon auszugehen, dass der in der Inschrift erwähnte C. Gellius der bauführende Beamte des Tempels war, s. Delbrück 1912, S. 21.
Der Rundtempel von Tivoli ist seit dem 15. Jahrhundert in zahlreichen Zeichnungen, Radierungen und Malereien zu finden. Gegen Ende der Renaissance wurde dieser Rundbau als Vestatempel identifiziert (vgl. Forma Italiae 1970, S. 119, 122). Die Bezeichnung des Baus als Tempel der Sibylle ist ebenfalls überliefert. Heute ist die Identifizierung und Bezeichnung des Tempels immer noch ungesichert und umstritten. Meist wird der Rundtempel als Vestatempel bezeichnet, während der rechteckige Tempel der Akropolis als Sibyllentempel gedeutet wird (s. Delbrück 1912, S. 11 / Nesselrath 1993, S. 87).
Der heutige Erhaltungszustand des Rundtempels ist auf den Umstand zurückzuführen, dass er schon früh in die Kirche S. Maria Rotonda umgewandelt wurde, vgl. Forma Italiae 1970, S. 123.
Saskia Schäfer-Arnold, 03/27/2009