Sitzstatue eines bettelnden Belisar
Related persons
- Belisar ; So Sandrarts Deutung der Skulptur; vgl. Erwähnungen im Text und Beschriftung von Tafel g der TA 1679
- Aristoteles ; So der heutige Forschungsstand zum Porträtkopf; s. Richter 1965, Bd. 2, S. 173, Nr. 11
- Chrysippus <Solensis> ; So der heutige Forschungsstand zur Sitzstatue; vgl. Von den Hoff 1994, S. 100, Kat.-Nr. 1
Related works of art
- Sandrart/Collin: Sitzstatue eines bettelnden Belisar / »BELISARIVS« (TA 1679, Tafel g) Printmaking
- Unbekannter antiker Künstler: Porträtkopf des Aristoteles Sculpture
- Unbekannter antiker Künstler: Sitzstatue (ohne Kopf) Sculpture
- Sandrart: Bildnis Belisar (Cod. icon. 366, fol. 4r) Drawing
Basic data
Material(s)/Technique
Marmorskulptur
Mentions in the “Teutsche Academie”
“… Justiniani Hände gelieffert/ beyde Augen ausstechen lassen. Dann/ wan solches nicht geschehen wäre/ würde diese vortreffliche alte Statua, die noch heutiges Tages bey dem Printzen Justiniano offentlich in Rom gesehen und in hohen Ehren gehalten wird/ damals nicht gemacht worden seyn. Daher ich auch Ursach nehme/ erwehnte Geschicht zu behaupten: Weil ich bey ein-und anderm Authore aufgezeichnet…”
TA 1679, II (Skulptur), S. 7
“… genommen/ und er in Verwahrung gehalten; nach seinem Tode aber/ seine Güter confiscirt worden. Aber aus seine Statua ist wol zu vermuten/ daß/ was man/ von seiner Betteley/ vorgibt/ kein falsches Gedicht seyn müsse.”
TA 1679, III (Malerei), S. 64
Annotations
Sandrart zufolge befand sich die Statue des bettelnden Belisarius in der Sammlung Giustiniani. In der Galleria Giustiniana 1636–37, in der die bedeutendsten Antiken der Sammlung zur Abbildung gebracht wurden, ist jedoch keine Darstellung der Skulptur enthalten. Eine sitzende Philosophenstatue, die mit der Tafel G in der »Teutschen Academie« in Verbindung gebracht werden kann, ist jedoch seit dem frühen 17. Jahrhundert in der Sammlung Borghese nachgewiesen; vgl. Kalveram 1995, S. 227. Sie befindet sich heute im Musée du Louvre. Schon Sponsel war aufgefallen, dass es sich bei der dargestellten Figur um die Skulptur in Paris handelt, s. Sponsel 1896, S. 172, Nr. 67. Im 17. Jahrhundert war ihr ein Kopf aufgesetzt, der mittlerweile als Aristoteles-Porträt erkannt und abgenommen wurde, s. Richter 1965, S. 193, Nr. 17.