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Heinrich VIII. und die Barber Surgeons

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Basic data

Date

1543

Material(s)/Technique

Eichenholz

Dimensions

180,3 x 312,4 cm

Inscriptions

HENRICO OCTAVO OPT MAX REGI ANGLIÆ/ FRANCIÆ ET HIBERNIÆ FIDEI DEFENSO/ RI, AC ANGLICANÆ HIBERNICÆO/ ECCLESIÆ PROXIME A CHRISTO SVPREMO/ CAPITI, SOCIETAS CHIRVGORVM/ COMMVNIBVS VOTIS HÆC CONSECRAT// TRISTIOR ANGLORVM PESTIS VIOLAVERAT ORBEM/ INFESTANS ANIMOS CORPORIBVSQVE SEDENS/ HANC DEVS INSIGNEM CLADEM MISERATVS AB ALTO/ TE MEDICI MVNVS IVSSIT OBIRE BONI/ LVMEN EVANGELII FVLVIS CIRCVMVOLAT ALIS/ PHARMACON ADFECTIS MENTIBVS ILLVD ERIT/ CONSILIOQ TVO CELEBRANT MONVMENTA GALENI/ ET SELERI MORBVS PELLITVR OMNIS OPE/ NOS IGITVR SVPPLEX MEDICORVM TVRBA TVORVM/ HANC TIBI SACRAMVS RELIGIONE DOMVM/ MVNERIS ET MEMORES QVO NOS HENRICE BEASTI/ IMPERIO OPTAMVS MAXIMA QVE QVE TVO.

Location

London, Barber’s Hall

Mentions in the “Teutsche Academie”

“… auch von seiner künstlichen Hand gemacht/ ingleichen steht zu Londen in der Wundärtzte Saale von ihm ein sehr herrliches Stuck/ da der Obriste von der Gild oder Zunft die Privilegien empfängt/ hier sitzt der vorgenannte König Heinrich so groß/ als er war/ auf einem herrlichen Thron/ mit einem…”
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 250

Annotations

Das Bild stellt die Vereinigung der Barbers Company (d. h. der Barbiere) mit dem Fellowship of Surgeons (dem Verbund der Chirurgen) dar, die durch einen Act of Parliament am 24. Juli 1540 offiziell bestätigt wurde. Jene gaben wohl auch das Gemälde in Auftrag. Das zentrale Motiv ist die Übergabe der Urkunde durch Heinrich VIII. Die Inschrift verweist u. a. auf dessen königliche Fähigkeit, Scrofulose-Kranke durch Berührung zu heilen, die ihm nach damaligem Verständnis durch das Sakrament der Königssalbung zuteil wurde (vgl. Buck 1997, S. 227). Die königliche Verordnung, die im Act of Parliament ausgedrückt ist, schützt die Chirurgen und intendiert, die Gefahr der Seucheninfektionen (v. a. der Pest) einzudämmen, so dass Heinrich als guter Arzt bezeichnet werden konnte (vgl. Buck 1997, S. 229).
Ob und inwieweit Holbeins Werkstatt an dem Gemälde mitarbeitete, ist ungeklärt. 1634 wurde der Maler Richard Greenbury (ca. 1595– nach 1651) damit beauftragt, das Bild auszubessern (vgl. Buck 1997, S. 208–212).
Christina Posselt, 09/04/2009