Mander, Carel van

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Maler, Dichter und Künstlerbiograph, geb. 1548 in Meulebeke, gest. 1606 in Amsterdam; vgl. Thieme-Becker [Thieme, Ulrich/Becker, Felix (Hrsgg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 37 Bde., Leipzig 1907–1950], Bd. XXIII, S. 606–607.

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Occurrences in the text

Vita:

TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 276

TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 105
»Carl Vanmander
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Mentioned in annotations in the text

Laut van Mander befand sich die heute nicht mehr nachweisbare »Fußwaschung« von Cransse in der Sakramentskapelle; vgl. Mander/Miedema 1994–99 [Miedema, Hessel (Hrsg.): Karel van Mander. The Lives of the Illustrious Netherlandish and German Painters, from the first edition of the Schilder-boeck (1603–1604), 6 Bde., Doornspijk 1994–1999], Bd. II, S. 526.
Christina Posselt, 07/14/2009

Bereits van Mander liefert diese irrigen Angaben in seiner Vita Jan Calcars (vgl. Mander/Miedema 1994–99 [Miedema, Hessel (Hrsg.): Karel van Mander. The Lives of the Illustrious Netherlandish and German Painters, from the first edition of the Schilder-boeck (1603–1604), 6 Bde., Doornspijk 1994–1999], Bd. III, S. 71 sowie Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 390, Anm. 306). Vasari selbst berichtet, dass die Holzschnitte seiner Vitenporträts von einem »Maestro Cristofano« angefertigt wurden. Die Identifikation dieses Künstlers ist unklar, wird jedoch nicht mehr mit Cristofano dell’Altissimo oder Cristofano Coriolano vermutet, der für Vasari in Venedig gearbeitet hat und in dessen Briefen als »Cristofano« angeredet wird (Prinz 1966 [Prinz, Wolfram: Vasaris Sammlung von Künstlerbildnissen: mit einem kritischen Verzeichnis der 144 Vitenbildnisse in der zweiten Ausgabe der Lebensbeschreibungen von 1568, Beiheft zu Bd. XII der Mitteilungen des Kunsthistorischen Institutes in Florenz 1966], S. 9); vgl. AKL [Meißner, Günter (Begr.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, München/Leipzig 2004 -], XXI, S. 209.
Christina Posselt, 08/24/2009

An dieser Stelle ist Sandrart eine fehlerhafte Übersetzung von van Manders Schilderboeck [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969] unterlaufen: Van Mander berichtet, der gefoppte Spanier sei zum Markgrafen »Ernestus« gelaufen – also zum Erzherzog Ernst von Österreich (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Het leven van Frans en Gillis Mostart, ghebroeders, en Schilders van Hulst, in Vlaender, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 261r [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630wbBjQ3]). Den darauf folgenden Satzanfang mit dem Namen »Gillis« – gemeint ist der Maler Gillis Mostaert – übergeht Sandrart, so dass sich gemäß seinem Text der Markgraf bei einem gewissen »Ernestus Gillis« aufhielt.
Christina Posselt, 01/05/2010

Hans von Aachen hat mehrere Selbstbildnisse geschaffen (vgl. Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 397, Anm. 612). Zwar können die erhaltenen Exemplare der von Mander übernommenen Erwähnung nicht zweifelsfrei zugeordnet werden, das in Venedig entstandene Gemälde gilt jedoch als verschollen (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Het leven van Hans van Aken, uytnemende Schilder van Cuelen, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 289v [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630wlaT40] und Jacoby 2000 [Jacoby, Joachim: Hans von Aachen 1552–1615, München 2000], S. 222). Das Selbstporträt in Wien ist zwar früher entstanden, dürfte vom Typus aber ähnlich sein und zeigt ebenfalls den beschriebenen lachenden Gesichtsausdruck. Auch von Gaspar Rem, der es ablehnte, den Künstler in seiner Werkstatt aufzunehmen, hat sich ein Porträt von der Hand von Aachens erhalten; vgl. Fučíková 1971 [Fučíková, Eliška: »Quae praestat iuvenis vix potuere vici«: Hans von Aachens Selbstbildnis in Köln, in: Wallraf-Richartz-Jahrbuch, XXXIII, 1971, S. 115–124].
Christina Posselt, 02/06/2010

Sandrart übernimmt hier einen Fehler, den van Mander in den Viten der italienischen Künstler macht, wo er als Geburtsort Jan Soens’ Antwerpen angibt. In den Viten der niederländischen Künstler korrigiert er diese Aussage jedoch und nennt nun den korrekten Ort ’s Hertogenbosch (vgl. Mander/Miedema 1994–99 [Miedema, Hessel (Hrsg.): Karel van Mander. The Lives of the Illustrious Netherlandish and German Painters, from the first edition of the Schilder-boeck (1603–1604), 6 Bde., Doornspijk 1994–1999], Bd. V, S. 239–245). Da Sandrart diese Korrektur nicht vollzieht, hat es an dieser Stelle den Anschein als seien zwei unterschiedliche Künstler gemeint. Anhand der von van Mander übernommenen Textstellen zu Jan Soens (vgl. TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 194 und TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 284) wird jedoch deutlich, dass auch Sandrart nur eine Person meint.
Everhard Korthals Altes, 06/30/2010