Vasari, Giorgio

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Maler, Architekt und Kunstschriftsteller, geb 1511 in Arezzo, gest. 1574 in Florenz; vgl. Thieme-Becker [Thieme, Ulrich/Becker, Felix (Hrsgg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 37 Bde., Leipzig 1907–1950], Bd. XXXIV, S. 119–128.

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Occurrences in the text

Vita:

TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 177

TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 105
»Georgius Vassari
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Mentioned in annotations in the text

Hiermit sind vermutlich die Darstellungen der Tierkreiszeichen in den Gewölbekappen gemeint. Diese befinden sich jedoch nicht in demselben Raum wie der Fall des Ikarus (womit der Sturz des Phaeton gemeint ist), wie hier suggeriert wird, sondern in der an die Sala delle Aquile angrenzenden Camera dei Venti. Schon in der Beschreibung von Vasari werden diese beiden Räume nicht voneinander unterschieden; vgl. Verheyen 1977 [Verheyen, Egon: The Palazzo del Te in Mantua: images of love and politics, Johns Hopkins Univ. Press, Baltimore u.a. 1977], S. 119.
Christina Posselt, 12/08/2010

Bei Vasari heißt es in der Bandinelli-Vita an dieser Stelle: »unter dem Bogen, der dem Haupteingang des Chores gegenüberlag […] auf dem rings umlaufenden Sockel« (Vasari-Vita Bandinelli 2009 (dt. komment. Übers.) [Gründler, Hana (Hrsg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Das Leben des Baccio Bandinelli, neu übers. von Victoria Lorini, hrsg., kommentiert und eingeleitet von Hana Gründler, Berlin 2009], S. 68). Eine konkrete Ortsauszeichnung ist entsprechend schwierig; die Marmorfiguren von Adam und Eva befinden sich heute in Florenz (Museo nazionale del Bargello).
Christina Posselt, 02/08/2011

Nach Vollendung der Porträts von Giovanni de’ Gaddi und Annibale Caro fertigte Salviati – wie es bei Vasari an entsprechender Stelle heißt – eine sehr schöne Tafel für die »Kapelle der Kammerkleriker« im päpstlichen Palast (Vasari-Vita Salviati/Gherardi 2009 (dt. komment. Übers.) [Feser, Sabine (Hrsg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Das Leben des Francesco Salviati und des Christoforo Gherardi, neu übersetzt von Victoria Lorini, hrsg., kommentiert und eingeleitet von Sabine Feser, Berlin 2009], S. 28). Dieses Fresko einer Figur (vermutlich König Pippin) wird mit einem Fresko in der Sockelzone der Stanza dell’Incendio im Vatikanspalast identifiziert. Der Kammerkleriker Giovanni de’ Gaddi fungierte als Auftraggeber (vgl. Vasari-Vita Salviati/Gherardi 2009 (dt. komment. Übers.) [Feser, Sabine (Hrsg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Das Leben des Francesco Salviati und des Christoforo Gherardi, neu übersetzt von Victoria Lorini, hrsg., kommentiert und eingeleitet von Sabine Feser, Berlin 2009], S. 135, Anm. 118).
Christina Posselt, 02/08/2011

An dieser Stelle entfällt der Quellenhinweis auf Vasari wie ihn Mander anführt (siehe Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Van wel schilderen, oft Coloreren. Het twaelfde Capittel, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 48r [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630ykFnLL]), vgl. Klemm, Notizen [Klemm, Christian: Handschriftliche Notizen zu Joachim von Sandrarts »Teutscher Academie der Bau- Bild- und Mahlereykünste« 1675, freundlicherweise zur Verfügung gestellt November 2008], zu TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 72.
Christina Posselt, 04/27/2011

Dies wird bei Mander mit Verweis auf Vasari nur auf Tizian bezogen ausgeführt (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Van wel schilderen, oft Coloreren. Het twaelfde Capittel, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 48v [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630ykFnLL]), während Sandrart die Qualität der »sprezzatura« hier verallgemeinert, vgl. Klemm, Notizen [Klemm, Christian: Handschriftliche Notizen zu Joachim von Sandrarts »Teutscher Academie der Bau- Bild- und Mahlereykünste« 1675, freundlicherweise zur Verfügung gestellt November 2008], zu TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 72.
Christina Posselt, 04/27/2011

Sandrart kürzt eine Passage von Mander, in der er u. a. mit Bezug auf Vasari einige Werke Raffaels (»Petrus Martyr«, »Transfiguration«) als Beispiele für diese Art der Kolorierung anführt (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Van wel schilderen, oft Coloreren. Het twaelfde Capittel, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 49v [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630ykFnLL]); vgl. Klemm, Notizen [Klemm, Christian: Handschriftliche Notizen zu Joachim von Sandrarts »Teutscher Academie der Bau- Bild- und Mahlereykünste« 1675, freundlicherweise zur Verfügung gestellt November 2008], zu TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 73.
Christina Posselt, 04/27/2011

Giottinos Vater ist nicht mit Stefano Fiorentino zu identifizieren. Vielmehr handelt es sich vermutlich um den in Florenz tätigen Maler Tommaso di Stefano (Mitglied der Arte dei maestri di pietra von 1385 an), von dem auch Vasari berichtet und der selbst ein Giotto-Schüler gewesen sein könnte. Als Sohn des Malers Ricco di Lapo und einer Caterina, Tochter des Giotto di Bondone wird dieser Tommaso di Stefano von Filippo Baldinucci (Notizie de’ professori del disegno da Cimabue in qua, Bd. I, Florenz 1681) eingeführt. Die Verwandtschaftsbeziehung zwischen Giottino und Stefano formuliert der Anonimo Magliabecchiano, von Vasari erfahren wir, dass er auch dessen Schüler gewesen sei. Giottino wurde also wahrscheinlich in der Werkstatt seines Vaters und Giotto-Schülers bzw. -Nachfahre ausgebildet. (Vgl. AKL [Meißner, Günter (Begr.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, München/Leipzig 2004 -], Bd. LIV, S. 470.)
Christina Posselt, 07/07/2011

Bei Palladio findet sich ein expliziter Bezug zu Italien. Außerdem die Hoffnung, dass mit Giorgio Vasari und seinen Schriften die Kunst des Bauens zur gleichen Vervollkommung gelange, wie sie die anderen Künste bereits erlangt habe und »quale in questa parte d’Italia par che molto auicinato si sia« (Palladio, I quattro libri [Palladio, Andrea: I quattro libri dell’ architettura, ], Libro Primo, Proemio al lettori, überprüft anhand der Ausgabe 1570 [Palladio, Andrea: I quattro libri dell’architettura, 2. Nachdruck der Ausgabe Venedig 1570, mit einem Vorw. von Erik Forssman, Hildesheim [u.a.] 1999], vgl. Online-Ausgabe Universidad de Sevilla, S. 5); vgl. auch den hier folgenden Quellenkommentar.
Julia Kleinbeck, 11/10/2011

Angesichts zweier Passagen in den Viten Marcantonio Raimondis und Andrea Mantegnas, die auf deren Rolle bei der Erfindung und künstlerischen Meisterschaft der Kupferstichtechnik eingehen, dürfte es sich hier um Giorgio Vasari handeln (vgl. Vasari, Le Vite [Vasari, Giorgio: Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architetti, ] 1568, überprüft anhand der Ed. Bettarini/Barocchi [Bettarini, Rosanna/Barocchi, Paola (Hrsgg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori nelle redazioni del 1550 e 1568, 6 Bde., hrsg. von Rosanna Bettarini und Paola Barocchi, Florenz 1966–87], vgl. Online-Ausgabe SNS, Bd. V, S. 7 [Accessed: 2011-11-28. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/63WtKtzTr] und Vasari, Le Vite [Vasari, Giorgio: Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architetti, ] 1568, überprüft anhand der Ed. Bettarini/Barocchi [Bettarini, Rosanna/Barocchi, Paola (Hrsgg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Le vite de’ più eccellenti pittori, scultori e architettori nelle redazioni del 1550 e 1568, 6 Bde., hrsg. von Rosanna Bettarini und Paola Barocchi, Florenz 1966–87], vgl. Online-Ausgabe SNS, Bd. III, S. 556 [Accessed: 2011-11-28. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/63WtN9i0B]). Der falsche Vorname dürfte deshalb als Irrtum zu werten sein.
Christina Posselt, 11/28/2011

Im Folgenden wiederholt Sandrart zusammenfassend die Angaben zur Entstehung und Verbreitung der Malerei, die er bereits in der Vorrede zum ersten Buch des zweiten Teils mit Rückgriff auf Vasari darlegt (vgl. TA 1675, II, Vorrede, S. 2).
Christina Posselt, 12/16/2011

Die Legende des Ursprungs der Zeichnung nach dem Schatten findet sich bei Quintilian, De Inst. Orat. X, II, 7. In der frühneuzeitlichen Kunsttheorie wurde die Bedeutung des Schattens übernommen und auch für die Perspektive relevant, etwa bei Alberti, Leonardo und Vasari; vgl. Brigitte Borchhardt-Birbaumer: Imago noctis. Die Nacht in der Kunst des Abendlandes ; vom Alten Orient bis ins Zeitalter des Barock, Wien [u.a.] 2003, S. 70 f.
Christina Posselt, 12/16/2011