Vecellio, Tiziano
SymbolansichtKunstwerk-Bezüge
- Kilian/Sandrart: Miscellantafel mit Porträts italienischer Künstler und Dichter (TA 1675, Tafel R)
- Unbekannter Künstler: Porträt Tizian (Ridolfi, Maraviglie dell’arte)
- Fialetti: Porträt Tizian (Tizianello, Vita di Tiziano)
Literatur
- Tizianello, Vita di Tiziano Publikations-Gruppe
- Tizianello, Vita di Tiziano 1622 (Editio princeps)
- Vasari-Vita Tizian 2005 (dt. komment. Übers.)
Basis-Daten
Künstler, dessen Vita in Teilen von Sandrart verfasst wurde.
Ital. Maler, geb. 1477 in Pieve di Cadore, gest. 1576 in Venedig; vgl. Thieme-Becker [Thieme, Ulrich/Becker, Felix (Hrsgg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 37 Bde., Leipzig 1907–1950], Bd. XXXIV, S. 158–172.
Kategorie(n)
Externe Ressourcen und Referenzdatenbanken
Personennamendatei (PND):
118622994
Getty Union List of Artist Names (ULAN):
500031075
Virtual Internet Authority File (VIAF):
61533439
Personeneintrag im »Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon«
Mit der Person verknüpfte Werke im »Virtuellen Kupferstichkabinett«
Vorkommen im Text
Vita:
TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 158
TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 56
TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 57
Weitere Textvorkommen einblenden
Erwähnungen in Kommentaren im Text
Es handelt sich um die heute nicht mehr auffindbare Beschreibung der in Mariemont aufbewahrten Bilder Tizians und Kopien römischer Plastiken (vgl. Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 395, Anm. 539).
Sandrarts Anmerkung zu Ridolfi ist nicht zutreffend, da er das beschriebene Kunstwerk, bei dem es sich um das »Götterfest« von Bellini und Tizian handelt, mit Tizians Venusfest verwechselt, das zu Sandrarts Zeit bereits zu der Sammlung Philipp IV. von Spanien gehörte. Das von Ridolfi genannte Werk befand sich noch im Besitz der Aldobrandini und ist inzwischen in der National Gallery in Washington zu sehen. Das Venusfest gehört seit dem 17. Jahrhundert zur spanisch-königlichen Kunstsammlung und kann heute im Prado besichtigt werden; vgl. Wethey III [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], S. 143–145.
Dies wird bei Mander mit Verweis auf Vasari nur auf Tizian bezogen ausgeführt (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Van wel schilderen, oft Coloreren. Het twaelfde Capittel, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 48v [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/630ykFnLL]), während Sandrart die Qualität der »sprezzatura« hier verallgemeinert, vgl. Klemm, Notizen [Klemm, Christian: Handschriftliche Notizen zu Joachim von Sandrarts »Teutscher Academie der Bau- Bild- und Mahlereykünste« 1675, freundlicherweise zur Verfügung gestellt November 2008], zu TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 72.
Sandrart verwechselt in der Vita Bellinis das Venusfest von Tizian mit Bellinis »Götterfest«, das von Tizian um 1530 überarbeitet wurde. Beide Kunstwerke wurden im Auftrag Alfonso I de Estes angefertigt und gelangten danach in die Sammlung des Kardinals Pietro Aldobrandini in Rom. 1637 ging das Venusfest als Reparationszahlung in die königliche Sammlung Philipp IV. von Spanien über; vgl. Wethey 1669–75, Bd. III [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], S. 143–145.