Dürer, Albrecht
Personen-Bezüge
SymbolansichtKunstwerk-Bezüge
- Schäufelein/Dürer: Kreuztragung
- Schäufelein/Dürer: Ober-St.-Veiter Altar (sog.)
Literatur
- Dürer, Befestigungslehre 1527
- Dürer, Befestigungslehre Publikations-Gruppe
- Dürer, Familienchronik Publikations-Gruppe
- Maximilian I., Gebetbuch Publikations-Gruppe
- Maximilian I., Gebetbuch 1512-15 (Teilsammlung)
- Maximilian, Teuerdank Publikations-Gruppe
Basis-Daten
Künstler, dessen Vita in Teilen von Sandrart verfasst wurde.
Dt. Maler, Kupferstecher und Zeichner, geb. 1471 in Nürnberg, gest. 1528 ebda.; vgl. AKL [Meißner, Günter (Begr.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, München/Leipzig 2004 -], Bd. XXX, S. 295.
Kategorie(n)
Künstler
. . . Graphiker
. . . Maler
Externe Ressourcen und Referenzdatenbanken
Personennamendatei (PND):
11852786X
Getty Union List of Artist Names (ULAN):
500115493
Virtual Internet Authority File (VIAF):
54146999
Personeneintrag im »Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon«
Personeneintrag in der »Deutschen Biographie«
Mit der Person verknüpfte Werke im »Virtuellen Kupferstichkabinett«
Vorkommen im Text
Vita:
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 222
TA 1675, I, Vorrede, S. 5
Marginalspalte oder Fußnote
TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 57
TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 64
Weitere Textvorkommen einblenden
Erwähnungen in Kommentaren im Text
Die persönliche Beziehung zwischen Schongauer und Pietro Perugino ist nicht nachweisbar. Möglicherweise konstruiert Sandrart hiermit eine Parallele zum Verhältnis zwischen Dürer und Raffael (siehe TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 97 sowie TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 224); vgl. Klemm, Kommentar Viten 1995 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrarts »Teutsche Academie der edlen Bau-, Bild und Mahlerey-Künste«, in: Renaissance und Barock (= Bibliothek der Kunstliteratur, Bd. 1), hrsg. von Thomas Cramer und Christian Klemm, Frankfurt a. M. 1995, S. 793–799 (Kommentar)], S. 816, Anm. zu S. 401, Vers 16 f.
Van Mander spricht hier nicht mehr von Dürer, sondern erläutert allgemein, wo der Künstler Falten darstellen muss, wenn sich die Glieder (Knie, Ellenbogen, Achsel) biegen (vgl. Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Van Laken oft Draperinghe. Het thiende Capittel, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 43r [Accessed: 2011-11-07. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/63112phLS]); siehe Klemm, Notizen [Klemm, Christian: Handschriftliche Notizen zu Joachim von Sandrarts »Teutscher Academie der Bau- Bild- und Mahlereykünste« 1675, freundlicherweise zur Verfügung gestellt November 2008] zu TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 82.
Der große Rathaussaal in Nürnberg wurde 1521 nach Entwürfen von Dürer bemalt. Sandrart gibt mit der Verbindung zu Pencz die allgemeine Meinung des 17. Jahrhunderts wieder (vgl. Klemm, Kommentar Viten 1995 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrarts »Teutsche Academie der edlen Bau-, Bild und Mahlerey-Künste«, in: Renaissance und Barock (= Bibliothek der Kunstliteratur, Bd. 1), hrsg. von Thomas Cramer und Christian Klemm, Frankfurt a. M. 1995, S. 793–799 (Kommentar)], S. 823, Anm. 418,17 f.) Noch Kris weist in seinem Aufsatz auf eine mögliche Mitarbeit Pencz’ an der Nordwand des Ratssaales hin, die sowohl in der Umsetzung von Dürers Entwürfen als auch – seit 1532 in der Position des Ratsmalers – in der Gestaltung der Südwand lag. Allerdings wurde 1613 eine Restaurierung des Saales durch Georg Gärtner, Jobst Harrich, Paul Juvenel und Gabriel Weyer unternommen, die die Kompositionen veränderte (vgl. Kris 1923 [Kris, Ernst: Georg Pencz als Deckenmaler, in: Mitteilungen der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst. Beilage der Graphischen Künste, IV, 1923, S. 45–53], S. 48).
Die erste Nennung Baldung Griens erfolgt an programmatischer Stelle: ausgehend vom Lob Albrecht Dürers und der altdeutschen Druckgrafik, mit der die italienischen Künstler in den Schatten gestellt werden, führt Sandrart auch »Hans Balddungrün« an (vgl. TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 219); vgl. Klemm, Kommentar Viten 1995 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrarts »Teutsche Academie der edlen Bau-, Bild und Mahlerey-Künste«, in: Renaissance und Barock (= Bibliothek der Kunstliteratur, Bd. 1), hrsg. von Thomas Cramer und Christian Klemm, Frankfurt a. M. 1995, S. 793–799 (Kommentar)], S. 826, Anm. 423,3.
Sandrart weist bereits am Ende der Vita Raffaels darauf hin, dass die Erfindung des Kupferstichs den deutschen Künstlern gebühre (vgl. TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 97), doch führt er dies erst an dieser Stelle im Kapitel über die Kupferstecher genauer aus. Den Hinweis auf diese Technik und ihre Protagonisten – allen voran Albrecht Dürer – nutzt Sandrart argumentativ, um die traditionelle Vorherrschaft der italienischen zugunsten der deutschen Kunst zu relativieren.
Eine ähnliche Anekdote, die den Kunstadel thematisiert, jedoch weniger dramatisch ausfällt, findet sich auch in der Vita Dürers, ebenfalls in einer Passage nach van Mander (vgl. TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 224 und Mander, Schilderboek [Mander, Karel van: Het Schilderboek, ], Het leven van Albert Durer, uytnemende Schilder, Plaet-snijder, en Bouw-meester, van Norenburgh, überprüft anhand der Ausgabe von 1604 [Mander, Karel van: Het Schilderboek, Nachdruck der Ausgabe Haarlem 1604, Utrecht 1969], vgl. Online-Ausgabe DBNL, fol. 208v [Accessed: 2011-11-08. Archived by WebCite® at http://www.webcitation.org/632V8MQKt]); Klemm, Kommentar Viten 1995 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrarts »Teutsche Academie der edlen Bau-, Bild und Mahlerey-Künste«, in: Renaissance und Barock (= Bibliothek der Kunstliteratur, Bd. 1), hrsg. von Thomas Cramer und Christian Klemm, Frankfurt a. M. 1995, S. 793–799 (Kommentar)], S. 829, Anm. 429,9 f.