Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in...
Icon viewRelated works of art
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Literature
- Garzoni, Piazza universale 1641 (dt. Ausgabe); S. 161. Im von Peltzer publizierten Inventar des Johann Jacob von Sandrart von 1698 wird dieser Band erwähnt.
Basic data
Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698
in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165
Mentioned in annotations in the text
Als Kunstbuch wurden im 16. / 17. Jh. gebundene Zeichnungen oder Druckgraphiken bezeichnet. Zu Sandrarts Zeichnungsband siehe Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165].
Im 1698 erstellten Nachlassinventar werden aus Sandrarts Kunstsammlung nur pauschal »Zwanzig groß und kleine Blätter von Adam Elßheimer« aufgeführt, zu denen auch die Reproduktionsstiche von Goudt u. a. zu zählen sind (vgl. Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 157). Eine Darstellung von Pastor Fido konnte nicht identifiziert werden.
Einzig das Nachlassinventar Johann Jakob von Sandrarts ist ein späteres Zeugnis von Sandrarts erwähnten Landschaftsstudien. (Vgl. Peltzer 1925 (b) [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 154 / Klemm 1986 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrart: Kunst-Werke und Lebens-Lauf, Berlin 1986], S. 62).
In der lateinischen Ausgabe berichtet Sandrart ausführlicher über Johann Heinrich Roos (vgl. Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 366–367). Dieser soll seine Lehre 1640–47 in Amsterdam bei dem Historienmaler Guilliam Dujardin absolviert haben. Als Beispielwerk aus Roos’ Œuvre, das wie Sandrart schreibt vor allem Tier- und Landschaftsdarstellungen umfasst, wurde »Eine Herde in Ruinen« ausgewählt; vgl. Ekkehard Mai, in: Kat. Köln/Utrecht 1991–1992 [Levine, David A. / Ekkehard Mai (Hrsgg.): I Bamboccianti. Niederländische Malerrebellen im Rom des Barock, Katalog der Ausstellung Köln (Wallraf-Richartz-Museum), 28.08.–17.11.1991/ Utrecht (Centraal Museum), 06.12.1991–09.02.1992, Mailand 1991], S. 264. Sandrart selber hat mehrere Werke von Roos besessen, wie sein Nachlassinventar bezeugt: »Acht kleine Täfelein mit Thieren, in Rähmlein« (Nr. 11–18), »Eine Landschaft-Tafel, in einer verguldten Rahm« (Nr. 44) sowie 117 Graphikblätter mit Tierdarstellungen; lediglich letzere lassen sich möglicherweise mit einer Kollektion von Zeichnungen in der Albertina identifizieren, vgl. Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165].
Der falsche Vorname »Albrecht«, statt »Heinrich«, stammt mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Liste herausragender Kupferstecher, die Matthäus Merians seiner deutschen Ausgabe von Tommaso Garzonis Piazza Universale [Garzoni, Tommaso: Piazza Universale: Das ist: Allgemeiner Schawplatz, Marckt und Zusammenkunfft aller Professionen, Künsten, Geschäfften, Händeln unnd Handt-Wercken, hrsg. v. Matthäus Merian d.Ä., Frankfurt 1641] von 1641 hinzugefügt hatte, und die ebenfalls irrtümlich einen »Albrecht Altengreff« enthält. Merians Titel findet sich jedenfalls im Nachlassinventar des Johann Jacob von Sandrart von 1698, siehe Peltzer [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165].
An anderer Stelle, wie z. B. dem begleitenden Porträt gibt Sandrart den richtigen Vornamen Heinrich. Van Mander [Miedema, Hessel (Hrsg.): Karel van Mander. The Lives of the Illustrious Netherlandish and German Painters, from the first edition of the Schilder-boeck (1603–1604), 6 Bde., Doornspijk 1994–1999], aus dem der erste Teil des Aldegrever Lebens rezipiert ist, erwähnt den Künstler nur bei seinem Nachnamen.
Ein Beispiel für eine kleinplastische Arbeit aus dem Œuvre Leonard Kerns ist die Skulpturengruppe Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg. Explizit weist diese in der Motivwahl auf die Schrecken des Krieges hin.
Im von Johann Jakob von Sandrart erstellten Nachlassinventar werden später »zwey von Helffenbein geschnittene Kindlein, vom alten Kern« gelistet; vgl. Peltzer 1925 (b) [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 162.
Im Nachlassinventar Johann Jakob von Sandrarts werden in der »Kupffer-Cammer« Sandrarts »Acht und vierzig Stuck unterschiedliche gipsene […] Sachen« gelistet unter denen sich auch die hier genannten Gipskopien befunden haben mögen; vgl. Peltzer 1925 (b) [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 162, Anm. 157.
Auch in dem von Johann Jakob von Sandrart erstellten Nachlassinventar sind diese Kleinskulpturen und -plastiken nicht näher spezifiziert. Lediglich »zwey von Helffenbein geschnittene Kindlein, vom alten Kern [Leonhard Kern]« sind mit einem konkreten Künstlernamen »ietziger Zeit« versehen; vgl. Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 162.
In Sandrarts Nachlass ist entsprechend ein »großes Buch, mit siebenzig Handrißen, worinnen die Werke der dreyen Holbeine, als berühmter Mahlern, enthalten« (vgl. Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165], S. 156) aufgeführt.
Im Nachlassinventar von Sandrarts Kunstsammlung werden Zeichnungen von Schongauer nicht eigens erwähnt, eine Identifizierung der genannten Blätter ist bis dato nicht erfolgt; vgl. Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 420, Anm. 1413 und Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165].