The Paintings of Titian. Complete edition
Icon viewRelated works of art
- Vecellio: Andreas Vesalius (sog.); Bd. II, S. 187 f., Kat.-Nr. X–114
- Vecellio: Bildnis eines Herrn in Blau (»Gentleman in Blue, formerly called Ariosto«); II., Kat.-Nr. 40, S. 103 f.
- Vecellio: Danae (»Danae with Cupid«); Bd. III, S. 56–58, 132 f.
- Cort: Diana und Kallisto (»Diana discovering the pregnancy of Callisto«), nach Tizian; Bd. II, S. 142 f.
- Vecellio: Diana und Kallisto; Bd. III, S. 141 f., Kat.-Nr. 10
- Bonasone: Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten (»The Rest on the Flight into Egypt«); Bd. I, S. 126
Basic data
Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition
3 Bde., London 1969–75
Mentioned in annotations in the text
Jean-Claude Boyer und Isabelle Volf bezeichnen zwei Tizian-Kopien aus dem Inventar der Kunstsammlung des Maréchal de Créquy von 1638 als Arbeiten von Charles Errard; vgl. Boyer/Volf 1988 [Boyer, Jean-Claude/Volf, Isabelle: Rome à Paris: les tableaux du maréchal de Créquy (1638), in: Revue de l’art, LXXIX, 1988, S. 22–41], S. 28 und 30.
Dabei handelt es sich um die Darstellungen einer liegenden Venus und einer Herodias. Da anzunehmen ist, dass Errard von Tizian-Gemälden in Rom kopierte, kann die angesprochene Venus-Kopie auf Tizians Danae zurückgehen. Das Gemälde war im 17. Jahrhundert im Besitz der Farnese in Rom und gelangte erst später nach Neapel; vgl. Wethey 1969–75 [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], Bd. III, S. 56–58, 132 f.
Die Herodias-Kopie mag auf Salomé aus der Galleria Doria-Pamphili basieren. Das Tizian-Gemälde befand sich nachweislich bereits 1603 in Rom; vgl. Wethey 1969–75 [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], Bd. I, S. 157–160.
Sandrarts Anmerkung zu Ridolfi ist nicht zutreffend, da er das beschriebene Kunstwerk, bei dem es sich um das »Götterfest« von Bellini und Tizian handelt, mit Tizians Venusfest verwechselt, das zu Sandrarts Zeit bereits zu der Sammlung Philipp IV. von Spanien gehörte. Das von Ridolfi genannte Werk befand sich noch im Besitz der Aldobrandini und ist inzwischen in der National Gallery in Washington zu sehen. Das Venusfest gehört seit dem 17. Jahrhundert zur spanisch-königlichen Kunstsammlung und kann heute im Prado besichtigt werden; vgl. Wethey III [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], S. 143–145.
Sandrart verwechselt in der Vita Bellinis das Venusfest von Tizian mit Bellinis »Götterfest«, das von Tizian um 1530 überarbeitet wurde. Beide Kunstwerke wurden im Auftrag Alfonso I de Estes angefertigt und gelangten danach in die Sammlung des Kardinals Pietro Aldobrandini in Rom. 1637 ging das Venusfest als Reparationszahlung in die königliche Sammlung Philipp IV. von Spanien über; vgl. Wethey 1669–75, Bd. III [Wethey, Harold E.: The Paintings of Titian. Complete edition, 3 Bde., London 1969–75], S. 143–145.