Selbstbildnis für Raffael

Wurde gezeichnet von

Personen-Bezüge

Zeigt Darstellung von

Literatur

Die Kunstwerk-Daten stammen aus
Identifiziert in

Basis-Daten

Datierung

1510–1515

Material / Technik

Wasserfarben

Nachgewiesen in

Das Bildnis ist nicht erhalten.

Beschreibung(en) im Text

»… in Teutschland bekandt worden/ sandte Albrecht Dürer/ um mit ihme Kundschaft zu machen/ demselben sein Conterfät auf ein Tuch getuschet/ ohne weiß/ daß die Höhung von sich selbst erschiene/ welches hernach in die Kunst-Kammer zu Mantua…«
TA 1675, II, Buch 2 (italienische Künstler), S. 97

»Als Albert das grosse Gerücht seines Zeitgenossens/ des Raphael von Urbino, gehört/ hat er selbigem sein Contrafät/ so ohne Aufhöchung gerundet gemacht ware/ gesendet/ wie dann viele andere dergleichen Zeichnung von ihme bey denen Kunstliebern zu finden. Als…«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 224

Kommentare

Bereits Vasari erwähnt das in Grisaille-Technik gefertigte Selbstbildnis mit einer ausführlichen Beschreibung der Technik. Ob Raffael das Porträt tatsächlich geschenkt bekam und Dürer im Gegenzug eigene Blätter sandte oder ob es sich hierbei um eine Erfindung Vasaris handelt, ist heute wohl nicht mehr zu klären. (Vgl. Vasari-Raffael [Gründler, Hana (Hrsg.)/Vasari, Giorgio (Autor): Das Leben des Raffael, neu übers. von Hana Gründler und Victoria Lorini, kommentiert und hrsg. von Hana Gründler, Berlin 2004], S. 147, Anm. 161.)
Die Verbindung zwischen Raffael und Dürer lässt sich jedoch anhand einer Rötelzeichnung von Raffael ersehen, die eine Inschrift von Dürer zeigt (vgl. Klemm, Kommentar Viten 1995 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrarts »Teutsche Academie der edlen Bau-, Bild und Mahlerey-Künste«, in: Renaissance und Barock (= Bibliothek der Kunstliteratur, Bd. 1), hrsg. von Thomas Cramer und Christian Klemm, Frankfurt a. M. 1995, S. 793–799 (Kommentar)], S. 837, Anm. 450,31).
Christina Posselt, 26.01.2009