Apollo vom Belvedere

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Basic data

Date

1634/1635 (Ebert-Schifferer), 1668/1675 (Mazzetti di Pietralata)

Material(s) / Technique

Rötel

Dimensions

334 x 207 mm

Location

Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. C 7621

Annotations

Auf der erstmalig 2001 veröffentlichen Zeichnung ist der Apoll vom Belvedere skizzenhafter und zugleich malerischer dargestellt als auf der anderen Zeichnung Sandrarts, die die berühmte Skulptur zeigt (vgl. Apollo vom Belvedere in Dresden, Staatliche Kunstsammlungen, Kupferstich-Kabinett, Inv. C 7196). Ebert-Schifferer zufolge gehört das Blatt zu einer Gruppe von Zeichnungen, die möglicherweise kurz vor der Abreise des Künstlers aus Rom (um Ostern 1635) entstanden ist und als Kompendium und als Vorlage für die Kupferstiche in Sandrarts »Teutscher Academie« (1675–1680) diente (vgl. Ebert-Schifferer 2001 [Ebert-Schifferer, Sybille: Natürlichkeit und »antiche Manier«. Joachim von Sandrart als Antikenzeichner, in: Caravaggio in Preussen. Die Sammlung Giustiniani und die Berliner Gemäldegalerie, Katalog der Ausstellung in Berlin (Gemäldegalerie im Alten Museum) und Rom (Palazzo Giustiniani) 2001, hrsg. von Silvia Danesi Squarzina, Mailand 2001, S. 57–63], S. 59–61). Joachim von Sandrart selbst schreibt in seinem Lebenslauf (TA 1675, Lebenslauf, S. 12), die Antikenzeichnungen in Rom in der Absicht eines Mustervorrats geschaffen zu haben: »Hierneben hat Er / soviel möglich / die köstliche Zeit wargenommen / und ganze Bücher von der raresten antichen Statuen / auch ruhmwürdigster Gemälde Abrißen / so zu seinen Studien dienlich / zusammen getragen: damit solche künftig / bey Abgang der Originalien / seinem Gedächtnis verhülflich seyn könnten.« Laut Mazzetti di Pietralata ist das Blatt hingegen in die Periode vor der Publikation der »Teutschen Academie« zu datieren (ab 1668, s. Mazzetti di Pietralata 2011 [Mazzetti di Pietralata, Cecilia: Joachim von Sandrart (1606–1688). I disegni, (=Studi della Bibliotheca Hertziana), zugl. Dissertation Università La Sapienza 2004, Cinisello Balsamo 2011], S. 159 f., Kat.-Nr. 144). Auch wenn die Zeichnung dem Kupferstich sehr nahe kommt, lässt sie sich Ebert-Schifferer zufolge nicht mit Sicherheit als unmittelbare Vorzeichnung zum Kupferstich in der »Teutschen Academie« identifizieren (Ebert-Schifferer 2001 [Ebert-Schifferer, Sybille: Natürlichkeit und »antiche Manier«. Joachim von Sandrart als Antikenzeichner, in: Caravaggio in Preussen. Die Sammlung Giustiniani und die Berliner Gemäldegalerie, Katalog der Ausstellung in Berlin (Gemäldegalerie im Alten Museum) und Rom (Palazzo Giustiniani) 2001, hrsg. von Silvia Danesi Squarzina, Mailand 2001, S. 57–63], S. 60).
Carolin Ott, 03/23/2012