Minerva und Paris / »MINERV. et PARIS« (TA 1679, Tafel ee)
- Mitarbeiter der »Teutschen Academie« Group of people
Related persons
- Antoninischer Prinz; So Fittschens Deutung der dargestellten Jünglingsfigur; vgl. Fittschen 1999 [Fittschen, Klaus: Prinzenbildnisse antoninischer Zeit, Beiträge zur Erschließung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur, Bd. 18, Mainz 1999], S. 52
- Paris; So Sandrarts Deutung der Jünglingsfigur; vgl. TA 1675, Lebenslauf, S. 5 und Beschriftung der Tafel eee
- Athena; Vgl. Gercke 1991 [Gercke, Peter: Zu den historischen Rekonstruktionen des Kasseler Apollon und der Athena Leminia, in: Apollon und Athena. Klassische Götterstatuen in Abgüssen und Rekonstruktionen, Katalog zur Sonderausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel 1991, hrsg. von Ulrich Schmidt, Kassel 1991, S. 39–46.] u. a.
Icon viewRelated works of art
- Unbekannter antiker Künstler: Antoninisches Prinzenbildnis vom Typus Borghese (Replik) Sculpture; Sandrarts Kenntnisstand; vgl. TA 1679, II (Skulptur), S. 11
- Unbekannter antiker Künstler: Antoninisches Prinzenbildnis vom Typus Borghese Sculpture; So die Annahme Fittschens; s. Fittschen 1999 [Fittschen, Klaus: Prinzenbildnisse antoninischer Zeit, Beiträge zur Erschließung hellenistischer und kaiserzeitlicher Skulptur und Architektur, Bd. 18, Mainz 1999], S. 50, Anm. 281
- Unbekannter antiker Künstler: Athena Typus Lemnia Sculpture
- Kilian/Sandrart: Bildnis Quintus Pedius / »QVINTVS PEDIVS« (TA 1675, Tafel E) Printmaking
- Sandrart: Bildnis Quintus Pedius (Cod. icon. 366, fol. 7r) Drawing
- Agostino <Veneziano>: Krater mit Schlangengriffen (»Vase with handles formed of coiled serpents«) Printmaking
Literature
- BKF/ArsRoma; Kunstwerk-ID 202390
- Kuhn-Forte 2009; S. 146-156
- Sponsel 1896; S. 174, zu Nr. 88
- Simonato 2010; S. 281
Basic data
Date
1679
Material(s) / Technique
Kupferstich
Dimensions
370 x 240 mm (Blatt); 332 x 216 mm (Platte); 318 x 204 mm (Bild)
Inscriptions
MINERV. et PARIS.
Image(s) in the “Teutsche Academie”
TA 1679, II (Skulptur), Tafel ee (nach S. 2)
Description(s) in the text
»… Latona, die Mutter von Apollo und Diana. 31. Der Schäfer Endymion. 32. Eine Nympha und Faunus. 33. Minerva und Paris. 34. Die Vestal-Jungfrau. 35. Flora, die Blum-Göttin. 36. Hygiaea, die Artzney-Göttin. 37. Nilus, der…«
TA 1679, II (Skulptur), S. 4
Annotations
Die Tafel zeigt vor dem Hintergrund eines großformatigen Reliefs und eines gewaltigen gemauerten Rundbogens zwei antike Statuen sowie einen Krater. Schon Sponsel erkannte, dass es sich bei dem antiken Krater um denselben handelt, der auch von Agostino Veneziano gestochen wurde (siehe Bartsch [Bartsch, Adam von: Le peintre graveur, 21 Bde., Wien 1803–1821 (Neudruck Leipzig 1854–76; Würzburg 1920/22; Hildesheim u. a. 1970/71; Nieuwkoop 1982)], XIV.388.544). Auch das Relief an der Mauer des Hintergrundes, das einen Löwen im Kampf mit Herakles darstellt, identifizierte Sponsel richtig mit demjenigen Stück, das in der Rückwand des Kasino der Villa Medici eingemauert ist (vgl. Sponsel 1896 [Sponsel, Jean-Louis: Sandrarts Teutsche Academie kritisch gesichtet, Dresden 1896 (phil. Diss. Leipzig 1887, Teildruck Dresden 1889)], S. 174, zu Nr. 88). Schwieriger stellte sich die Identifizierung der Statuen dar, obwohl Sandrart in seiner Beschreibung des Stiches angibt, in welchen Sammlungen er sie gesehen hatte: Während sich die weibliche Statue laut Sandrart in der Sammlung Cesi befand, handelte es sich bei der Statue des nackten Jünglings um einen Paris im Arundel House in London. Erst in jüngster Zeit gelang es Henning Wrede und Brigitte Kuhn-Forte, die dargestellten Statuen zu identifizieren.
Das Haupt des Paris ähnelt Sandrarts Porträtzeichnung des Quintus Pedius, vgl. Simonato 2010 [Simonato, Lucia: Dalle Vite di Vasari all’Academie di Sandrart: fonti e modelli per i ritratti della Teutsche Academie, in: Le Vite di Vasari, Akten der internationalen Tagung in Florenz (Kunsthistorisches Institut) Februar 2008, hrsg. von Alessandro Nova, Venedig 2010, S. 271–292], S. 281.