Silen mit Weinschlauch / »SILENUS« (TA 1675, Tafel n)

Basic data

Date

1675

Material(s) / Technique

Kupferstich

Inscriptions

SILENUS Wein Gott im Palast von Prinz Iustinian.

Signature and notation

Sandrart delin.

R. Collin sculp.

Image(s) in the “Teutsche Academie”

TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), Tafel n (nach S. 26)

Description(s) in the text

»… Ingleichen bildet/ der Apollo des Belvedere, die höchste Vollkommenheit eines schönen Hermaphrodits; der Silenus von Justinian/ einen fetten und dicken Leib; der grobe Centauro von Burgese, einen wilden Bäurischen Menschen. Die…«
TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), S. 34

»… Cleopatra, samt dem Fauno, als auch den Alexandrum M. und Bucephalum, Petum und Arriam, neben einem Sileno, ausdem Justinianischen Pallast: Ingleichem hat er verfärtiget den Titul zu der Architectur, des Holbeins…«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 364

Annotations

Laut Sponsel handelt es sich bei dem Kupferstich um einen kleineren gegenseitigen Nachstich eines Blattes der Galleria Giustiniana 1637 (Bd. 2) [kein Autor: Galleria Giustiniana del Marchese Vincenzo Giustiniani, Parte Seconda, Rom 1637 (?)], Tafel 138. Die dargestellte Statue befindet sich heute im Museo Torlonia in Rom (vgl. Visconti 1876 [Visconti, Pietro Ercole: Catalogo del Museo Torlonia di Sculture Antiche, Rom 1876], Nr. 283 und Schreiber 1879 [Schreiber, Georg Theodor: Museo Torlonia in Trastevere, in: Archäologische Zeitung, XXXVI, 1879, hg. vom Archäologischen Institut des Deutschen Reichs, Berlin 1880, S. 63–78], S. 68). Im Dresdner Kupferstichkabinett wird eine gleich große gegenseitige Rötelzeichnung Sandrarts aufbewahrt, die dem Stich als Vorlage gedient haben soll (Sponsel 1896 [Sponsel, Jean-Louis: Sandrarts Teutsche Academie kritisch gesichtet, Dresden 1896 (phil. Diss. Leipzig 1887, Teildruck Dresden 1889)], S. 146, zu Nr. 56).
Carolin Ott, 09/26/2008