Herkules Farnese / »HERCULES« (TA 1675, Tafel l)
Related persons
Icon viewRelated works of art
- Unbekannter antiker Künstler: Herkules Farnese Sculpture
- Sandrart: Herkules Farnese (Wachskopie) Sculpture
Literature
- BKF/ArsRoma; Kunstwerk-ID 201854
- Sponsel 1896; S. 146, zu Nr. 54
Basic data
Date
1675
Material(s) / Technique
Kupferstich
Dimensions
370 x 260 mm (Blatt); 318 x 210 mm (Platte); 314 x 205 mm (Bild)
Inscriptions
HERCULES im Palast von Prinz Farnese.
Signature and notation
Sandrart delineavit
R. Collin sculps. Antverpiae
Image(s) in the “Teutsche Academie”
TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), Tafel l (nach S. 26)
Description(s) in the text
»… bäste Weg seyn/ wann der Künstler in hernach-folgenden antichen Statuen des Laocon, Antinous, Faunus, Hercules, Apollo, Venus und drey Gratien/ und andere nachfolgende studiret/ und dieser berühmtesten Vorbildern…«
TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), S. 31
»… Silenus, Priapus, ein Centaur, Leda, eine Vestalin/ Mercurius, Aesculapius, Triton, ein Delfin und Hercules. Bey S. Maria della Minerva, der H. Christus. Bey S. Macuto, Medusa. Beym Tempel des Friedens/ Diana.…«
TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), S. 33
»… sich der erste Hercules, von Justinian; und endlich/ die vollkommenste Leibes-Stärke vorzustellen; der Hercules, von Farnese. Ingleichen bildet/ der Apollo des Belvedere, die höchste Vollkommenheit eines schönen Hermaphrodits;…«
TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), S. 34
»… günstige Leser von seiner Hand darinnen zu sehen hat die Statuen der Göttin Minerva, des Apollo, des großen Hercules, und der Flora aus dem Farnesischen; aus dem Mediceischen Pallast aber die Griechische Venus und Cleopatra,…«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 364
Annotations
Für den Stich, der die berühmte Skulptur gegenseitig abbildet, ist keine Vorzeichnung bekannt. Es existiert jedoch eine Zeichnung Joachim von Sandrarts im Dresdner Kupferstichkabinett (Inv.-Nr. C 7214), die eine Rückenansicht der Statue zeigt (s. Mazzetti di Pietralata 2011 [Mazzetti di Pietralata, Cecilia: Joachim von Sandrart (1606–1688). I disegni, (=Studi della Bibliotheca Hertziana), zugl. Dissertation Università La Sapienza 2004, Cinisello Balsamo 2011], S. 112, Kat.-Nr. 34).
Sponsel bringt den Stich in Verbindung mit einem gegenseitigen Stich in Antoine Lafrérys »Speculum Romanae magnificentiae« (vgl. Sponsel 1896 [Sponsel, Jean-Louis: Sandrarts Teutsche Academie kritisch gesichtet, Dresden 1896 (phil. Diss. Leipzig 1887, Teildruck Dresden 1889)], S. 146, zu Nr. 54). Von den daraus bekannten Darstellungen des Herkules Farnese kann allerdings keine als direkte Vorlage für Sandrarts Stich in Betracht gezogen werden (vgl. Speculum Digital Collection [The University of Chicago Library: The Speculum Romanae Magnificentiae Digital Collection, http://speculum.lib.uchicago.edu/index.html], Nr. A 103 und Nr. C 713). Bei Sandrart ist die Skulptur aus einem anderen Betrachterstandpunkt aufgenommen und viel gedrungener wiedergegeben als in den von Lafréry bekannten Darstellungen der Statue.