Porträt Joachim von Sandrart (TA 1675)

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Basic data

Date

1675

Material(s) / Technique

Kupferstich

Dimensions

324 x 210 mm; 326 x 214 mm (Tafel)

Inscriptions

VIVRE POUR MOURIR.

ACADEMIA T

ES

ET MOURIR POUR VIVRE.

Nobilissimo ac Praestrenuo DN. JOACHIMO à SANDRART in Stockau, Serenissimi Principis Comitis Palatini Neoburg. Consiliario gravissimo, Viro undequaque Excellentissimo, Seculi nostri Apelli famigeratissimo, Antiquitatum & Elegantiarum technicarum Promo_condo consummatissimo hanc sui Imaginem, aeternitati sacram, omni Observantia

D.D.D.

Signature and notation

J. Vlrich Mair pinxit.

Philipp Kilian Chalcographus

Documented in

Hollstein German [Hollstein, Friedrich Wilhelm (Begr.)/ Falk, Tilman (Hrsg.): Hollstein’s German engravings, etchings and woodcuts: 1400–1700, 70 Bde., Blaricum/Roosendaal (ab 1988)/Rotterdam (ab 1995) 1954–2006] 329

Image(s) in the “Teutsche Academie”

TA 1675, Portrait des Autors

Annotations

Das Porträt Sandrarts befindet sich zu Beginn der Teutschen Academie 1675 zwischen dem »Lobgedicht auf den Autor« und dem »Geleitwort (Leopold Wilhelm Graf von Königsegg)«. Dargestellt ist Sandrart in einem ovalen Rahmen mit der Umschrift »Vivre pour mourir. Mourir pour vivre«. Seine linke Hand liegt auf einem Exemplar der »Teutschen Academie«, worauf die Inschrift ACADE/MIA T/ES deutet. Am Fußende des Rahmens befindet sich Sandrarts Wappen, das in drei Felder mit Trauben geteilt ist. In der Krone des Wappenhelms ist ein Pelikan zu sehen, der seine Jungen nährt, vgl. Sponsel 1896 [Sponsel, Jean-Louis: Sandrarts Teutsche Academie kritisch gesichtet, Dresden 1896 (phil. Diss. Leipzig 1887, Teildruck Dresden 1889)], S. 140. Der Rahmen baut auf einem Sockel auf, in dem sich eine weitere Inschrift befindet, die Sandrarts künstlerische Leistungen würdigt. Im Unterschied zu dem Porträt, das der Ausgabe von 1679 beigefügt ist, präsentiert sich Sandrart hier als Autor der Teutschen Academie, was sowohl durch das Buch in seinen Händen als auch durch die Position des Porträts zwischen »Lobgedicht« und »Geleitwort« deutlich wird (vgl. Meier 2004 [Meier, Esther: Joachim von Sandrarts »LebensLauf«. Dichtung oder Wahrheit?, in: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, XXXI, 2004, S. 205–239], S. 228).
Bei dem vorliegenden Kupferstich handelt es sich um eine graphische Reproduktion von einem Porträt von Johann Ulrich Mayr, das heute jedoch nicht mehr erhalten ist (s. Thieme-Becker [Thieme, Ulrich/Becker, Felix (Hrsgg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, 37 Bde., Leipzig 1907–1950], Bd. XXIV, S. 487).
Saskia Schäfer-Arnold, 09/22/2010