Die zwölf Monate (Reproduktionsstich-Serie)
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Basic data
Date
1645
Material(s) / Technique
Kupferstich
Dimensions
je ca. 348–351 mm x 251–255 mm; der »August« nur 340 x 241 mm
Documented in
Amsterdam, Rijksprentenkabinet
Description(s) in the text
»… Kürze halber/ gewiesen haben will; deßgleichen hat er Matham in unserer Chur-Bayrischen Galeria der zwölf Monat zu Schleißheim/ von meiner Hand gemahlt/ etliche/ wie auch die Mariam Annam zu gedachtem Schleißheim/ …«
TA 1675, II, Buch 3 (niederl. u. dt. Künstler), S. 360
»… beywesende Windspiele/ den Hasen für natürlich und lebendig haltend/ darnach gesprungen und gebissen. Diese zwölf Monate sind nachmals in Holland zu Kupfer gebracht/ und von den beyden trefflichen Poeten Barlaeo und Vondel, mit Lateinischen und Nieder-Teutschen Unterschriften bezieret worden; wovon die ersten diese nachfolgende gewesen:«
TA 1675, Lebenslauf, S. 13
Mentioned in annotations in the text
Die 1645 von Sandrart herausgegebene Reproduktionsstichserie nach seinen Monatsbildern, wurde von Suyderhoef (April, Mai, Juni, August, Nacht), Falck (Januar, März, Tag) Persijn (Juli, Oktober, November), van Dalen (September), Haelwegh (Dezember) und Matham (Februar) gestochen. In den entsprechenden Viten der beteiligten Stecher gerät die Verteilung durcheinander (vgl. auch Klemm 1986 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrart: Kunst-Werke und Lebens-Lauf, Berlin 1986], S. 103, Anm. 1)
Annotations
Die Nachwirkung der Monatsbilder war groß, was sicherlich vor allem der Stichserie zu verdanken ist, die Sandrart dem bayerischen Erbprinzen Ferdinand Maria widmete und 1645 in Amsterdam selbst verlegte (Angabe auf dem »Januar«-Blatt, vgl. auch TA 1675, Lebenslauf, S. 13).
Die Stichvorlagen zeichnete Sandrart selbst (erhalten sind die Vorzeichnungen für »Februar« und die »Nacht«), während für die Umsetzung der Zeichnungen verschiedene Kupferstecher beauftragt wurden. Zu diesen zählen Theodor Matham und Reinier van Persyn, die bereits Stiche für die »Galleria Giustiniana« [[kein Autor]: Galleria Giustiniana del Marchese Vincenzo Giustiniani, ] angefertigt hatten.
Die Stiche, die ca. 350 x 255 mm messen, sind jeweils unten links mit »Joachimus Sandrart Pinxit« bezeichnet, während rechts vor »sculpsit« der Name des betreffenden Stechers erscheint. Darunter sind der jeweilige lateinische Monatsname in Großbuchstaben sowie ein lateinisches Epigramm in Form von 2 x 4 Zeilen angegeben, das von Kaspar van Baerle verfasst wurde. Der Text dieser Epigramme wird in der »Teutschen Academie« vollständig wiedergegeben (vgl. TA 1675, Lebenslauf, S. 13 bis TA 1675, Lebenslauf, S. 15). In späteren Nachstichen von Gerald Valck erscheint anstatt der lateinischen eine niederländische Bildunterschrift, die auf Van den Vondels Monatsgedicht zurückzuführen ist (vgl. hierfür z.B. »Der Monat Oktober (Nachstich)«)
In den meisten Blättern erscheint durch geringfügige Proportionsverschiebungen die Figur kleiner und der Himmelsraum weiter als auf den Gemälden (Klemm 1986 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrart: Kunst-Werke und Lebens-Lauf, Berlin 1986], S. 103).