Die Enthauptung Johannes des Täufers

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Basic data

Date

1651

Material(s) / Technique

Öl auf Leinwand

Dimensions

252 x 140,5 cm

Signature and notation

Sandrart de / Stockau f / 1651

Location

Bamberg, Diözesan-Museum

Description(s) in the text

»… S. Sebastians Verwundung mit den Pfeilen/ bey eines Windliechtes Brand/ in den Altären zu Lampach; die Enthauptung S.Johannis Baptistae, im Thum-Stifft zu Bamberg; und anderswo andere/ von denen man/ Eitelkeit zu vermeiden/ lieber den Augenschein/…«
TA 1675, I, Buch 3 (Malerei), S. 81

»Sein Nachtstuck von Johannis Enthauptung
TA 1675, Lebenslauf, S. 19

»… wolvergnügt mit nach haus bringend. Daselbst mahlte er bald hernach/ für das HochStifft Bamberg/ ein sehr natürliches Nachtstuck/ wie S. Johannes der Täufer in einem finstern Kerker enthauptet wird/ mit vielen schönen und raren Gedanken: wiederum ein AltarBlat/ von Unser Frauen Schutz: und dann…«
TA 1675, Lebenslauf, S. 19

»… welche/ mit Unser lieben Frauen Himmelfahrt/ zu Würzburg im Dom vor dem Chor zu sehen ist. Uber besagte Johannes-Enthauptung/ hat damals der Edle Spielende diese Zeilen poetisiret.«
TA 1675, Lebenslauf, S. 19

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Annotations

Das Gemälde mit der Darstellung der »Enthauptung Johannes des Täufers« entstand im Rahmen der Neuausstattung des Bamberger Domes, der im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt worden war. Der Auftraggeber des Bildes war sehr wahrscheinlich Hieronymus von Würzburg, Domdechant in Bamberg und gleichzeitig Würzburger Domprobst, der Sandrart schon kurz zuvor zur Ausführung zweier Altarblätter für den Würzburger Dom verpflichtet hatte. Stilistisch und kompositorisch bezog Sandrart sich hier deutlich auf das Bild Enthauptung des heiligen Johannes seines Lehrers Honthorst, das er in der Kirche Santa Maria della Scala in Rom gesehen hatte. (Vgl. Klemm 1986 [Klemm, Christian: Joachim von Sandrart: Kunst-Werke und Lebens-Lauf, Berlin 1986], S. 194–197.)
Nicole Hartje-Grave, 05/09/2008