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In der lateinischen Ausgabe berichtet Sandrart ausführlicher über Johann Heinrich Roos (vgl. Teutsche Academie 1675/ Viten (Ed. Peltzer 1925) [Peltzer, Rudolf Arthur (Hrsg.)/Sandrart, Joachim von (Autor): Joachim von Sandrarts Academie der Bau-, Bild und Mahlerey-Künste von 1675: Leben der berühmten Maler, Bildhauer und Baumeister, München 1925], S. 366–367). Dieser soll seine Lehre 1640–47 in Amsterdam bei dem Historienmaler Guilliam Dujardin absolviert haben. Als Beispielwerk aus Roos’ Œuvre, das wie Sandrart schreibt vor allem Tier- und Landschaftsdarstellungen umfasst, wurde »Eine Herde in Ruinen« ausgewählt; vgl. Ekkehard Mai, in: Kat. Köln/Utrecht 1991–1992 [Levine, David A. / Ekkehard Mai (Hrsgg.): I Bamboccianti. Niederländische Malerrebellen im Rom des Barock, Katalog der Ausstellung Köln (Wallraf-Richartz-Museum), 28.08.–17.11.1991/ Utrecht (Centraal Museum), 06.12.1991–09.02.1992, Mailand 1991], S. 264. Sandrart selber hat mehrere Werke von Roos besessen, wie sein Nachlassinventar bezeugt: »Acht kleine Täfelein mit Thieren, in Rähmlein« (Nr. 11–18), »Eine Landschaft-Tafel, in einer verguldten Rahm« (Nr. 44) sowie 117 Graphikblätter mit Tierdarstellungen; lediglich letzere lassen sich möglicherweise mit einer Kollektion von Zeichnungen in der Albertina identifizieren, vgl. Peltzer 1925 [Peltzer, Rudolf Arthur: Sandrart-Studien I. Eine unbekannte Sammlung von Handzeichnungen Sandrarts in der Münchner Staatsbibliothek. II. Das Nachlaßinventar des Nürnberger Kunstverlegers Johann Jakob von Sandrart von 1698, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF, II, 1925, S. 103–165].
Annotation by Christina Posselt — 03/03/2010