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TA 1675, I, Buch 2 (Skulptur), S. 52

Bosse (Fortsetzung von vorheriger Seite)Informat. zur Quellenmarkierung:
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6): Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Manière de faire la composition du verny mol, S. 41.Christina Posselt, 28.02.2012Der Beginn des hier hervorgehobenen Textabschnittes befindet sich auf Seite 139
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dem Feuer/ und lasse es in etwas erkalten/ in einem kalten saubern Wasser/ in einer Schüssel. Darauf lasse man die Composition oder Mixtur, durch ein sauberes Tuch mit der Hand gepresset/ ins Wasser lauffen/ und truckne hernach das Wasser heraus/ die Mixtur aber ungefehr Fingers-dick zusammen. Hierbey ist zu merken/ daß zur Winters-Zeit mehr Wachs darunter kommen solle.BosseInformat. zur Quellenmarkierung
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6): Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Manière de faire la composition du verny mol, S. 41.Christina Posselt, 28.02.2012Der Beginn des hier hervorgehobenen Textabschnittes befindet sich auf Seite 139

BosseInformat. zur Quellenmarkierung:
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6) – von Sandrart stark gekürzt: Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Manière d’appliqver le verny mol sur la planche, S. 42–44.Christina Posselt, 28.02.2012
Dieser weiche Fürniß/ wird also gebrauchet. und dessen application Man hält die wol-gepolirte und gesäuberte Kupferplatte auf eine Glut oder Kohlpfanne/ darinnen nicht zuviel glüende Kolen/ und lässet solche also erwarmen/ daß man einen Finger darauf leiden kan. Alsdann nimmet man den Etzgrund/ fähret damit geschwind von einer zur andern Seite des Kupfers/ daß alles übergangen werde. Darauf überfähret man mit einem breiten Bart der Feder von einer Ganns/ den Etzgrund/ und leitet solchen also gleich überall hin: lässet immittels die Platte von der Glut nicht zu heiß werden/ damit nichts verbrenne. Hierauf dienet der Gebrauch einer etwas breitern Feder/ um mehrere Eben- und Glattigkeit hervor zu bringen.

Wann dieser Fürniß erkaltet/ oder man denselben Wie dieser Etzgrund auf der Platte weiß zu machen? nicht also schwarz/ wie den vorigen/ sondern weiß/ verlanget: so reibe man sauberes Bleyweiß mit Wasser/ darunter ein wenig Gummi Arabicum zerschmolzen/ damit in der Arbeit das weiße sich nicht abfege; alsdann überfahre man mit einem großen Pensel den braunen Grund so oft/ bis er weiß genug worden/ brauche aber nicht zuviel gummi, weil sonst dardurch der Fürniß abspringet/ und mus alles mässiglich geschehen. Wann es nun fein ausgetrucknet/ so mus die Zeichnung/ wie

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vorgedacht/ hinten mit Kühnschwärz oder Rötel sauber überstrichen/ alsdann auf das Kupfer befestiget/ und vermittels eines eisernen Stefftes aufgetragen und die Zeichnung aufzutragen? werden/ also daß sie auf dem Fürniß zu stehen komme. Alsdann beginnet man endlich mit den Stefften/ eben wie vorhero gemeldet/ die Figur durch den Fürniß zu radiren.BosseInformat. zur Quellenmarkierung
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6) – von Sandrart stark gekürzt: Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Manière d’appliqver le verny mol sur la planche, S. 42–44.Christina Posselt, 28.02.2012

BosseInformat. zur Quellenmarkierung:
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6): Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Povr border la planche de Cire afin de contenir l’eau forte de depart, S. 45–46.Christina Posselt, 28.02.2012
Wann man das radiren verrichtet/ und nun einbeissen oder ätzen lassen will/ so mus man anderst/ Zweyte Manier/ das Etzwasser auf der Platten zu behalten und einbeissen zu lassen. als auf vorgedachte Manier/ mit dem harten Grund/ mit aufgiessen des Wassers/ verfahren. Man nimmet Wachs/ mischet darunter etwas Terpentin und ein wenig Unschlit/ und läst es auf dem Feuer zergehen. Wann nun alles woll unter einander geschmolzen/ so läßt mans erkalten/ und drücket es mit den Fingern dünn und zwey Finger breit. Alsdann drücket man dieses Wachs/ wie einen Rand/ um das Kupfer fest an/ ganz herum wol beschlossen; und wo zu besorgen/ daß das Etzwasser nicht halten/ oder durchbrechen möchte/ alda vermachet man/ vermittels eines Pensels und vorgedachter geschmolzenen Mixtur, überall herum alles auf das beste. Wann nun alles also versehen/ so giesset man das Etzwasser darauf/ 1 oder 2 Fingers dick hoch/ und lässet also lang beissen/ bis es genug hat. Im übrigen überdecket man/ wie zuvor bey dem harten Grund gedacht/ was linder beissen soll/ und verrichtet das übrige alles in gleicher Manier.BosseInformat. zur Quellenmarkierung
Als Quelle liegt hier folgender Text zugrunde (vgl. Sponsel 1896, S. 6): Bosse, Traité des manières de graver, überprüft anhand der Ausgabe 1645 (Editio princeps), Povr border la planche de Cire afin de contenir l’eau forte de depart, S. 45–46.Christina Posselt, 28.02.2012
SandrartInformat. zur Quellenmarkierung:
Am Ende dieses Kapitels weist Sandrart explizit auf seine Quelle, Abraham Bosses Traité des manières de graver hin.Christina Posselt, 28.02.2012
Die andere kleinere observationes übergeht man allhier/ um geliebter Kürze willen/ mit allem Fleiß/ und weiset den günstigen Leser zum Büchlein A. Bosse, worinn er ein und anders ihme wol-dienliches/ zu mehrerer Nachrichtung/ finden und ersehen wird.SandrartInformat. zur Quellenmarkierung
Am Ende dieses Kapitels weist Sandrart explizit auf seine Quelle, Abraham Bosses Traité des manières de graver hin.Christina Posselt, 28.02.2012

Spaltenübergreifend
BirkenInformat. zur Quellenmarkierung:
Dieses Epigramm findet sich in Sigmund von Birkens handschriftlich erhaltener Sammlung Birken-Wälder in leichter Variation des Wortlauts (fol. 247v, Nr. 376 mit der Überschrift »Zu der Bildkunst«); die Verse wurden (in der zweiten Zeile leicht verändert) im zweiten Hauptteil 1679 nochmals verwendet (TA 1679, II (Skulptur), S. 19); vgl. Paas 1990, S. 233/ Klemm 1995, S. 303/ Stauffer 2007, Bd. II, S. 907 und S. 1050/ Laufhütte 2011, S. 23.Christina Posselt, 09.05.2011
Wer unsre Bilder hier wird ins Gedächtnis stellen:
Es wird zu ihme bald die Bild-Kunst sich gesellen.BirkenInformat. zur Quellenmarkierung
Dieses Epigramm findet sich in Sigmund von Birkens handschriftlich erhaltener Sammlung Birken-Wälder in leichter Variation des Wortlauts (fol. 247v, Nr. 376 mit der Überschrift »Zu der Bildkunst«); die Verse wurden (in der zweiten Zeile leicht verändert) im zweiten Hauptteil 1679 nochmals verwendet (TA 1679, II (Skulptur), S. 19); vgl. Paas 1990, S. 233/ Klemm 1995, S. 303/ Stauffer 2007, Bd. II, S. 907 und S. 1050/ Laufhütte 2011, S. 23.Christina Posselt, 09.05.2011