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Der heutige Bau des Pantheons entstand unter Hadrian, was durch Stempel in den Ziegeln, die zwischen 123 und 125 datieren, belegt werden kann (vgl. LTUR, S. 56). Das antike Gebäude besteht aus einer überkuppelten Rotunde und einer vorgelagerten tempelartigen Säulenportikus. Das Pantheon war ursprünglich Bestandteil einer Platzanlage, die von Säulenhallen umgeben war, s. Martini 2006, S. 13. Der Bau wurde unter Septimius Severus und unter Caracalla restauriert, das durch die Inschrift an der Front des Pronaos dokumentiert wird (LTUR, S. 57). 608 wurde das Pantheon von Kaiser Phokas Papst Bonifatius IV. geschenkt und 609 in die Kirche S. Maria ad Martyres umgewandelt. Später erhielt die Kirche den Namen S. Maria Rotonda (s. Martini 2006, S. 10).
In der »Teutschen Academie« wird das Pantheon mit Agrippa in Zusammenhang gebracht, allerdings mit der Vermutung, »… daß dieser Tempel allbereit zur Zeit der Republic erbauet worden/ und M. Agrippa allein den Porticum darzu gefüget habe…« (s. TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 22). Heute ist bekannt, dass dem hadrianischen Pantheon ein von Agrippa zwischen 25 v. und 27 v. Chr. errichtetes Gebäude voranging (s. LTUR, S. 54). Bei dem Vorgängerbau, dessen Reste im 19. Jahrhundert gefunden wurden, handelte es sich allerdings um ein rechteckiges nach Süden ausgerichtetes Gebäude (s. LTUR, S. 54). Die skulpturale Ausstattung des Gebäudes, die ebenfalls in der »Teutschen Academie« erwähnt wird (TA 1675, I, Buch 1 (Architektur), S. 22; TA 1679, I (Architektur), S. 87), wurde von Plinius (Naturalis historia 9, 121–122; 34, 13; 36, 38–39) und Cassius Dio (53, 27; 54, 1; 66, 24; 69, 7) überliefert.

Kommentar von Saskia Schäfer-Arnold21.05.2009

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