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Bei dem antiken Tempel handelt es sich um einen rechteckigen Pseudoperipteros, dessen Säulen bzw. Halbsäulen mit ionischem Kapitell versehen sind. Dem heute erhaltenen Tempel aus dem 1. Jh. v. Chr. geht ein älterer Bau voran, der sich bereits in das 4. bis 3. Jh. v. Chr. datieren lässt. Während des Mittelalters wurde der antike Tempel in eine bereits wieder zerstörte Kirche umgewandelt, die seit dem 15. Jahrhundert bis in das Jahr 1916 Santa Maria Egiziaca hieß (vgl. LTUR, Bd. IV, S. 153).
Der dem Hafengott Portunus geweihte Tempel ist auch unter dem Namen »Tempel der Fortuna Virilis« bekannt und in Schriften aus dem 16. Jahrhundert überliefert, s. Adam 1994, S. 101. Sandrarts Bezeichnung »Templum Fortunae« bzw. »Glückstempel« ist auf die von ihm übersetzten Texte aus Andrea Palladios »I quattro libri dell’architettura« (4. Buch, Kap. XIII, S. 48) und Alessandro Donatis »Roma vetus ac recens« (2. Buch, Kap. XXV, S. 179–180) zurückzuführen (vgl. Sponsel 1896, S. 32).

Kommentar von Saskia Schäfer-Arnold23.03.2010

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