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Die von Sandrart beschriebenen Bilder für einen »weiten Saal« für die Königliche Majestät in Schweden haben sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht erhalten. Überliefert ist dieser Auftrag aber durch mehrere zeitgenössische Dokumente. So bestellte Johan-Philips Silvercroon, der schwedische Agent in Den Haag, im Auftrag der Königin Christina von Schweden bei Jordaens 35 Bilder, deren Themen zu dieser Zeit noch nicht festgelegt waren. Aus einer notariellen Vereinbarung geht hervor, dass die Figuren in Verkürzung gemalt werden sollten, also zur Ausschmückung eines Saales an der Decke des Schlosses in Uppsala gedacht waren. Sie sollten bis zum Mai 1649 fertig sein und nach Den Haag geliefert werden. Schon am 30. Oktober 1648 bat Pieter Spiering, ebenfalls Vertreter der Königin in Den Haag, die Generalstaaten um Genehmigung, den Transport von zehn für die Königin gemalten Bilder durch Holland nach Schweden zu gestatten. Die Genehmigung wurde am 4. November erteilt. Im Mai 1649 beantragte er einen zweiten Transport. Die nicht mehr nachweisbaren Bilder wurden also relativ zügig ausgeführt und nach Uppsala transportiert, wo sie nach dem Bericht des Architekten Nicodemus Tessin 1697 bei einem Brand im Schloss zerstört wurden. (Vgl. d’Hulst 1982, S. 29–30)

Kommentar von Nicole Hartje-Grave16.05.2008

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